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Sch... Typbezeichnung, klasse Gitarre. So könnte eine knappe Zusammenfassung aller Eindrücke lauten. Aber so was kommt beim Publikum ja bekanntlich nicht gut an – „zu wenig Text, setzen, 6“ heißt es dann. Grundsätzlich geht diese Kritik auch in Ordnung, denn zu jeder Gitarre kann man was sagen bzw. schreiben. Dabei ist es mir schon passiert, dass vom via Word eingegebenen Text zu meinem PEAVEY Transtube Envoy 110 lediglich die ersten beiden Sätze übernommen wurden (der Rest war aus welchem Grund auch immer futsch) und ich dafür prompt die Quittung in Form einer negativen Beurteilung (zu wenig Text) bekam.
Wieso derselbe Juror (Gast) kurz nach der Einstellung des in Word gespeicherten Resttextes nochmals werten konnte, ist mir allerdings schleierhaft. Wie auch immer, er hat seine erste Wertung korrigiert.
Zur FENIX.
Es soll Guitarmaniacs geben, die bekommen (für mich völlig unverständlich) schon beim Herstellernamen einen Hautausschlag (den krieg ich bestenfalls bei der Typbezeichnung). Sich zu erdreisten, so was minderwertiges hier überhaupt zu präsentieren ... ist ja noch nicht mal ´ne FENDER und schon gar keine GIBSON oder ähnlich exquisites … . Dabei hat FENIX damals nicht nur angesichts der gebotenen Verarbeitungsqualität für mächtig Furore gesorgt. An dieser Stelle empfehle ich mal einen Besuch auf www-harmony-central.com. Da bewerten u.a. Amateur- und Profi-Gitarristen ihre Instrumente und da schneiden die FENIX-Strats hervorragend ab.
Bei der Typbezeichnung kann ich wie bei der ST-20-RBWT auch nur raten: ST = Stratocaster, 20 = keine Ahnung, M = Maple, B = wieder keine Ahnung, WT = White oder W = White und T = Tremolo.
Dass es sich bei der FENIX um eine Strat-Kopie handelt, dürfte außer Frage stehen, wobei man sich bei FENIX zumindest in der Zeit, als es noch ungestraft möglich war, ziemlich penibel am Original orientiert hat. Kein Wunder, hat FENIX in dieser Zeit doch u.a. auch die SQUIER-Stratocaster-Gitarren für FENDER gebaut und die kommen dem Original verdammt nahe – zumindest optisch.
FENDER suchte damals zu Anbeginn des Vintage-Wahns nach einer preiswerten aber qualitativ hochwertigen Möglichkeit, die alten Modelle aus eigenem Hause wieder aufleben zu lassen. Gleichzeitig war man quasi gezwungen, die kopierende Konkurrenz aus Fernost auf eigenem Terrain zu attackieren. FENDER klagte bei den Urheberrechtsprozessen vornehmlich gegen Konkurrenten, die wirklich gute Qualität produzierten. FENDER wagte sich in die Höhle des Löwen (oder sollte man besser sagen in die Höhle des Drachen?) und suchte sich Hersteller, der in der Lage war, die geforderte Qualität zu liefern. Für die FENDER Vintage-Modelle ließ man zunächst in Japan produzieren und zwar in einer Qualität, die den Mitarbeitern im Stammhaus in Corona die Tränen in die Augen trieb. Die Fernost-Strats übertrafen alle Erwartungen.
Für SQUIER wählte man den koreanischen Pianohersteller YOUNG CHANG, der auch für HOHNER und STEINWAY & SONS baut. Unter deren Regie entstand Anfang der 90er Jahre auch die hier präsentierte Gitarre. Von daher sollte man sich mit negativer um nicht zu sagen abwertender Kritik fein zurückhalten, wenn man gewisse Hintergründe nicht kennt und sich nur aufgrund des Preises und des - sagen wir mal - „unbedeutenden“ Namens ein Urteil erlaubt. Wie sagen doch schon die Yardbirds so treffend? „Never judge a book just by look at the cover“ – beurteile ein Buch nie nach dem Umschlag. Wie wahr, wie wahr.
Glaubt denn auch nur ein halbwegs vernünftiger Mensch ernsthaft, dass jemand für eine Custom Shop Strat oder eine GIBSON whatever die geforderten Preise im mehrfach-vierstelligen Bereich bezahlen würde, wenn auf der Kopfplatte nicht FENDER oder GIBSON stehen würde, sondern sagen wir ruhig mal FENIX, ansonsten aber alles andere so wäre, wie es ist? Nur ein anderer Name – ansonsten die selben Hölzer, die selbe Hardware, die selben Pickups, die selbe Verarbeitungsqualität, das selbe Finish. Nur ein anderer Name auf der Kopfplatte. Im Leben zahlt da niemand mehrere 1.000,- Euro für, da gehe ich jede Wette ein.
Und andersrum – würde auf der (zugegeben FENDER-untypischen) Kopfplatte der FENIX einfach nur FENDER stehen, dann wäre es ganz klar und typisch eben eine FENDER – bei der Verarbeitungsqualität, bei dem Sound, bei dem Spielgefühl. So klingt eben nur eine echte FENDER. So spielt sich nur eine gute und teure FENDER. So blöd sind wir.
Nun ist das hier aber nun mal eine FENIX und ich bin froh, dass sie noch immer im Laden hing, als ich sie kaufte. Schlagplatte und Federkammerabdeckung noch immer mit Folie überzogen, aber ich wusste ja, wie lange sie im Laden schon (überwiegend wohl unbeachtet?) am Haken hing. Dennoch war der Kauf kein Deal aus Mitleid. Den offiziellen Preis (ca. 550,- Euro) kannte ich, was auf dem Preisschild stand, wusste ich auch (399,00 Euro) und das letzte Gebot des Händlers von vor einem halben Jahr vor dem Kauf war mir ebenfalls noch gut im Gedächtnis (330,00 Euro). Dennoch wurde das Angebot auf meine Frage nach dem Mitnahmepreis wiederholt. Auf meine Entgegnung, dass ich das schon vor 6 Monate von ihm gehört hätte und er mir doch mal was Neues erzählen solle, ging er ohne zu Zögern auf 300,00 Euro runter und verabschiedete sich ins Wochenende. Den Deal machte ich dann mit der Aushilfe klar. Ein Satz Saiten noch obendrauf, denn der aufgezogene Satz klang beim Testlauf mehr nach Jazz denn nach Rock, und ab dafür.
A propos Testlauf. Der erfolgte über einen durchaus interessanten Special Edition MARSHALL Valvestate Combo in Orange (425,- Euro). Ja genau, orange farbener Kunstlederbezug. Quasi ein MARSHALL ORANGE / ORANGE MARSHALL. Sieht einerseits mal ganz anders um nicht zu sagen klasse aus und klingt auch klasse. Da ich aber bereits einen MARSHALL Valvestate VS 265 R habe, wollte ich mir nicht auch noch den Amp ins Auto packen. Gereizt hätte mich der Combo aber schon.
Daheim habe ich sie natürlich unverzüglich und spontan mit meiner FENDER Koa Strat aus der Special Edition Serie abgeglichen. Gegen die Seymour Duncan PUs der Koa Strat kommen die FENIX-PUs (made by SHADOW?) natürlich nicht an. Selbst mit frisch aufgezogenen Saiten klingt die FENIX gegenüber der Koa Strat zunächst etwas zurückhaltend. Die G, H und hohe E-Saite dagegen klingen irgendwie voller, nicht so spitz wie bei der Koa Strat. Ein Vergleich mit der FENDER Lite Ash Strat (gleiche PUs wie bei der Koa Strat) oder der FENDER Super bzw. FENDER Players Strat fiel ähnlich aus. Nicht unerwähnt sollte aber bleiben, dass es sich bei dem frisch aufgezogenen Saitensatz um Jimi Hendrix Saiten handelt, die sich durch eine extrem enge Wicklung auszeichnen, was lt. deutschem Hersteller zwar eine höhere Schmutzresistenz und damit längere Lebensdauer verspricht, klanglich aber eher Richtung plan gewickelter Saiten tendiert. Ob ich mir diesen Satz noch mal zulege, lasse ich mal offen aber wohl eher nicht. Ich habe auch kaum die Absicht, diesen Satz nun an all meinen Gitarren ausprobieren zu wollen. Für die Testkosten bekomme ich locker eine weitere Gitarre.
Verzerrt kommen diese Saiten und vor allem andere Saiten und damit die FENIX insgesamt dagegen wesentlich besser weg und das nicht nur im Vergleich zum Clean-Sound sondern auch im Vergleich zu den Originalen von FENDER. Da würde ich - je nach Zerrsound - die FENIX mitunter sogar vorziehen.
Und wenn man den Amp weiter aufdreht, dann blüht die FENIX wie ihr Vorgängermodell ST-20-RBWT merklich auf. Da wäre eine Anmerkung wie „ist ja bloß eine Kopie“ eine Beleidigung, die man nur mit „drauf gesch....“, „Gott sei Dank“ oder „klingt trotzdem geil“ kommentieren sollte.
Bei den Pickups handelt es sich übrigens um die gleichen, wie im Vorläufermodell ST-20-RBWT (optisch wie FENDER Gold Lace Sensors ohne sichtbare Polepieces). Auch hier ist die Brummresistenz fast schon erschreckend. Selbst ein eingeschalteter Fernseher bringt die Pickups nicht aus der Ruhe. Wie schon beim Vorläufermodell vermutet, dürfte es sich tatsächlich um Humbucker im Single-Coil-Format handeln.
Mit haarscharfen 25 Prozent Rabatt wechselte die FENIX den Besitzer. Mich wunderte nur, dass die Gitarre trotz der langen Zeit im Laden keinerlei Lackmacken hatte. Sollte sie wirklich all die Jahre unbeachtet geblieben sein? Es scheint fast so. Auf ähnliche Art und Weise bin ich ja auch zu meiner FENDER Ritchie Blackmore Signature Strat gekommen,
Im Prinzip würde zur Beschreibung der FENIX ST-25-MBWT ein Verweis auf die bereits präsentierte FENIX ST-20-RBWT reichen (ein vorheriges Studium der dort hinterlegten Infos sei an dieser Stelle auf jeden Fall empfohlen), wenn es da nicht doch ein paar kleine aber feine Unterschiede gäbe.
Aufgrund der Seriennummer schätze ich sie jünger als die ST-20-RBWT. Sie dürfte wohl Anfang/Mitte der 90er Jahre in den Handel gekommen sein. Viel später geht nicht, da FENIX Mitte der 90er Jahre von der Bildfläche verschwand und früher geht auch nicht, da Ende der 80er Jahre noch 1:1 kopiert wurde, was FENIX als seinerzeitiger Produzent u.a. von SQUIER (by FENDER) Strats auch nicht sonderlich schwer gemacht wurde.
Bei dem hier präsentierten Modell wirkt sich aber der ein oder andere (drohende) Rechtstreit bzgl. Urheberrecht (Kopfplattenform) schon aus.
Da ist zunächst der One-Piece-Maple-Neck (so was findet man sonst eigentlich nur bei den wesentlich teureren US-FENDER-50s-Strats) mit der eigenwillig gestylten Kopfplatte. Der Hals selber verfügt im Gegensatz zum Hals des Vorläufermodells ST-20-RBWT über einen sog. Skunk Stripe und fühlt sich sehr, sehr gut an. Die Bespielbarkeit ist allererste Sahne. Dieser Hals (wie auch der Hals des Vorläufermodells ST-20-RBWT) braucht sich hinter keinem Hals des Original-Herstellers verstecken. Etwas Besseres hatte ich jedenfalls noch nicht in der Hand.
Die Halslackierung fühlt sich anders an, als ich es von den meisten FENDER Strats gewohnt bin. Je nach Modell/Herkunftsland der FENDER Strats würde ich auch bei dieser FENIX sagen: der Hals fühlt sich besser als das Original an. Da kann man schon eher eine Parallele zu den wesentlich teureren FENDER Signature-Strats ziehen und liegt goldrichtig.
Die Kopfplatte fällt ganz anders aus als die der ST-20-RBWT, die fast als 1:1-Kopie daher kommt. Der FENIX-Designer aber dennoch darauf geachtet, dass trotz aller Unterschiede die grobe Kontur der FENDER-Kopfplatte beibehalten wurde. Ich habe schon viele Kopfplattendesigns von Strat-Kopien gesehen, die sich bei aller Einfallslosigkeit mitunter sehr ähneln. Das Design der FENIX fällt total aus dem Rahmen und ist dem Original dennoch oder gerade deswegen näher als die meisten Kopien, die nicht 1:1 gestylt sind. Das Ergebnis ist schließlich eine 3-in-1-Lösung. Die Kopfplatte vereinigt Stilelemente sowohl der 50er bzw. 60er Kopfplattenform als auch des 70er Designs. Mit der geschwungenen Hohlkehle und der spitz zulaufenden Kopfrundung, die andeutungsweise an eine Violinenschnecke erinnert, ging FENIX dem sicheren Rechtsstreit in Sachen Kopfplattendesign geschickt aus dem Weg. Eine wie ich finde designtechnisch gelungene Lösung mit Pfiff, was sicherlich nicht jeder teilen wird. Lediglich mit dem FENIX Schriftzug versucht man eine bewusste Anlehnung an das berühmte Original, denn der FENIX-Schriftzug ähnelt dem FENDER-Schriftzug auf den ersten Blick verblüffend. Das Design des FENIX-F wurde nicht umsonst so gewählt, daran besteht kein Zweifel. Hier hat man sich ziemlich weit aus dem Markenschutz-Fenster gelehnt, ohne jedoch das Übergewicht zu verlieren. Man hätte das Teil auch FENDIX taufen können und das F dem FENDER-F 1:1 nachempfinden können. Das hätte aber mit ziemlicher Sicherheit Ärger gegeben, denn auch das FENDER-F ist geschützt. Insgesamt stellt die FENIX-Kopfplatte eine in meinen Augen gelungene Arbeit dar – trotz klarer Anleihe an FENDER genügend Eigenständig und Harmonie in Form und Proportion.
Interessant in diesem Zusammenhang die Ähnlichkeit mit der Kopfplatte der GIBSON Firebird, bei welcher seinerzeit FENDER angesichts der offenkundigen, aber dennoch entfernten Ähnlichkeit zu den eigenen Kopfplatten Protest anmeldete. 6 Mechaniken in einer Reihe heißt nicht gleich FENDER. Bei der FENIX gab es aber offensichtlich weder von FENDER noch von GIBSON Protest und wenn, war es eh zu spät, denn diese Gitarre kam nun mal mit dieser Kopfplatte in den Handel und schließlich zu mir.
Ein weiterer Leckerbissen dieser Gitarre ist der Rollensattel, der maßgeblich zur Stimmstabilität des Tremolos beiträgt. Der Hebel ist übrigens wie beim Vorläufermodell nur gesteckt und wird mit einer Madenschraube gekontert.
Letzter Unterschied zum Vorläufermodell ist die mit dem gravierten FENIX-Schriftzug verzierte und verchromte Konterplatte des Halses.
Die Korpusse beider FENIX Strats könnte man problemlos austauschen und man würde fast keinen Unterschied feststellen. Fast deswegen, weil die Korpuslackierungen minimalst voneinander abweichen. Die Lackierung der ST-25-MBWT geht einen ganz kleinen Tick Richtung Mint. Nur ein Hauch, aber, stellt man beide Aspiranten nebeneinander, fällt es bei genauerer Betrachtungsweise auf – mir jedenfalls.
Gewollt oder nicht gewollt – die Korpuskanten der FENIX haben in der Tat eine Kante, die eigentlich keine ist. Aber der Übergang von der Decke zur „Zarge“ und anschließend weiter zum Boden ist längst nicht so wohl gerundet wie bei den FENDER-Strats. Das wirkt sich in keinster Weise negativ auf irgendwas aus. Es fällt nur auf. Und zwar so, dass die an sich betörende Korpusform unterstrichen, quasi doppelt betont wird. Die Korpusdicke dagegen entspricht auf den Millimeter der einer handelsüblichen FENDER Stratocaster.
Bei der Schlagplatte fällt auf, dass der Kantenverlauf im Bereich des Tremolos sauber konturiert ausgearbeitet ist. Das Tremolo ist wie bei der Lite Ash-Strat oder der Koa-Strat aus der FENDER Special Edition Serie schwebend 2-fach gelagert. Insgesamt macht das FENIX-Tremolo aber einen massiveren Eindruck.
Dass Korpusse aus 2 oder mehreren Teilen bestehen ist nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist aber eine oben-unten Verleimung. Will heißen, dass es kein linkes und rechtes oder gar noch mittleres Korpusteil gibt, sondern nur ein oberes und ein unteres. So jedenfalls habe ich es in einem anderen Forum zum Thema FENIX-Strats nachlesen können.
Der Korpus mit allen Auf- und Anbauten ist mit der ST-20-RBWT identisch. Auch klanglich tun sich keine neuen Welten auf. Wozu dann diese zusätzliche Gitarre? Ganz einfach. Zum einen gibt es für das Geld kaum etwas preiswerteres um nicht zu sagen besseres und verarbeitungsmäßig kenne ich keinen Hersteller, der da eine bessere Arbeit abliefert – schon gar nicht für das Geld. Wenn ich da bloß an die Verarbeitung des Halses denke. Und da macht keine meiner 3 FENIX-Gitarren eine Ausnahme. Alle drei sind identisch perfekt und makellos verarbeitet.
Ich wollte schon immer mal eine Gitarre mit anderen Pickups aufmotzen. Diese hier wäre als Basis perfekt. Nur bin ich kein Freund von Experimenten. Es sollte/müsste also auf Anhieb ein PU-Satz gefunden werden, der das Teil klanglich nach oben katapultiert. Das wird nicht einfach, denn schlecht klingt das Teil keineswegs und mit zunehmender Lautstärke klingt sie immer besser.
Dabei bin ich mir sehr wohl darüber im Klaren, dass ich mit einem neuen PU-Satz u.U. in eine Preiskategorie vorstoße, in der ich auch ein gutes Original hätte erwerben können. Das weiß ich aber erst, wenn ich es hinter mir habe. Ich weiß ja noch nicht mal, welche Pickups ich nehmen soll, zumal die Werks-Pickups mit das geräuschärmste sind, was ich bislang erlebt habe. Selbst vor einem laufenden TV-Gerät produziert keiner der 3 Tonabnehmer Brummgeräusche – auch nicht als Einzel-PU geschaltet. Entweder handelt es sich um extrem schmale Humbucker oder die Gitarre ist überdurchschnittlich gut abgeschirmt. Wie auch immer, andere PUs (z.B. FENDER Texas) werden u.U. Probleme mit sich bringen. Vielleicht nehme ich SEYMOUR DUNCAN SSL-4 Quarter Pounds wie in der FENDER Ritchie Blackmore Strat. Die haben das Quäntchen Punch mehr, was den FENIX-PUs abgeht und sind dennoch relativ brummfrei, allerdings nicht unbedingt vor einem Fernseher. Brächte aber auch nichts, wenn die FENIX dann wie die Blackmore Strat klingt.
Da gehe ich aber ganz entspannt ran. Auf jeden Fall ist diese Gitarre mit ihrer positiven Grundausstattung prädestiniert für eine Neubestückung mit ausgesuchten Pickups der Leistungsklasse. Damit wird der Einstandspreis der Gitarre um ein gutes Stück angehoben, aber man erhält dafür sicher auch einen adäquaten Gegenwert.
Ansonsten ist die FENIX eine verdammt gute Strat-Kopie, deren Kauf ich bislang nicht bereut habe.
gekauft Juni 2006 für 300,- Euro inkl. 1 Satz Jimi Hendrix Saiten
die wichtigsten Eckdaten
Modell: FENIX ST-25-MBWT
Herkunftsland / Baujahr: Korea / vermutlich Mitte 90er Jahre
Korpus: Vollholz (Holzart unbekannt)
Hals: einteilig Ahorn (satiniert), 4 Punkt Befestigung mit ´FENIX´ gravierter Konterplatte.
Griffbrett: Ahorn mit Dot-Einlagen, 21 Bünde
Tremolo: FENDER-style mit 6 Einzelreitern
Mechaniken / Sattel: geschlossen / Rollensattel
Elektronik: 3 (vermutlich) Humbucker im Single Coil Format mit Kappe, 5-Wege-Schalter, 1 Master-Volumen-, 2 Ton-Regler
Gewicht: ca. 3.840 g
Farbe: Vintage White
Besonderheit(en): Zusammensetzung des Korpus (Ober-/Unterteil), mit der Korpusunterseite bündig abschließende Federkammerabdeckung, Rollensattel
Wer sich dennoch berufen fühlt, irgendeinen blöden Spruch loszulassen, bloß weil Fernost-Kopien angeblich der letzte Rotz wären, dem kann ich nur folgenden gut gemeinten Tipp geben: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. Die Asiaten – allen voran die Japaner - haben bspw. FENDER erst zeigen müssen, wie man gute Gitarren baut, nachdem Großkonzerne wie CBS das Traditionsunternehmen FENDER qualitativ runtergewirtschaftet hatten. GIBSON erging es unter NORLIN da kaum besser.
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