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G&L Climax

Das ist ein G&L Climax, der seit einigen Jahren nicht mehr gebaut wird. Der Nachfolger ist der L-1500, bis auf den Pickup identisch mit dem L-2000.

Erle-Korpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, schmales #6 Halsprofil, 3-fach Verschraubung mit Micro-Tilt Adjustment. Der Korpus ist auf der Rückseite rund um die Halsverbindung flacher, wohl um eine bessere Bespielbarkeit am 20. Bund zu ermöglichen. Der Lack ist rot-metallic, an den Kanten dunkler wie bei einem Burst-Finish. Wie bei allen aktiven G&Ls sitzt die Batterie im Elektrofach, nicht in einer separaten Ausfräsung. Der Bass hat nur einen G&L Humbucker, der im Sweetspot (vgl. MusicMan) sitzt. Er kann seriell oder Single Coil geschaltet werden.

Dieser Bass hat eine wechselhafte Geschichte. Zunächst mal habe ich seinen Zwillingsbruder, allerdings mit Ahorngriffbrett, in einem Laden gespielt. Er hatte mir gefallen, aber der Bass produzierte selten laute Nebengeräusche, vermutlich war der Chip breit. Als meiner in einem US-Forum angeboten wurde, war der Preis so günstig, dass ich das Risiko eingegangen bin. Der Bass war OK in der seriellen Stellung, in Single Coil brummte er, mit Preamp brummte er lauter L Trocken zuhause gespielt, klang er nicht unbedingt eindrucksvoll. Schließlich nahm ich ihn mit zur Probe und entdeckte die eigentliche Qualität dieses Geräts...er schneidet sich durch Gitarren- und Keyboardsounds wie ein warmes Messer durch Butter, ist immer präsent. Der Grundsound ist bassreicher und hat nicht die schneidend scharfen Höhen eines Stingray, dafür solide Mitten. Aus dem Forum bekam ich den Tip, den Bass auf seriell/parallel umzulöten (ein Kabel am Schalter ist zu verändern). Der Bass bekam eine Abschirmung und eine neue Buchse, mittlerweile ist er nur noch im Aktiv-Betrieb bei seriellem Pickup zu hören, ansonsten sind die Nebengeräusche beseitigt.

Ein Wort zum Micro-Tilt...diese Art der Halsverschraubung hat dank Fenders lausiger Qualität in den 70’ern einen schlechten Ruf bekommen, und das zu unrecht. Wenn – wie bei G&L – der Hals exakt in der Halstasche sitzt und die Schrauben nur den Hals am Korpus halten müssen, funktioniert die Verbindung hervorragend. Die Möglichkeit, den Halswinkel bei Bedarf leicht verstellen zu können, ist manchmal recht hilfreich, wenn die Saitenreiter schon ganz unten auf der Grundplatte liegen und ein weiteres Setup ohne die Verwendung von Unterlegscheiben im Hals nicht mehr möglich wäre.


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