So langsam wurden die Einschläge dichter, nach dem Flop mit dem Ibanez wollte ich immer noch einen 5-Saiter, nur diesmal was richtiges. Also folgte 1999 ein Marleaux Consat Custom 5, der in einem Laden hing. Der Bass passte nicht so recht ins Sortiment zwischen all den billigen Squiers, Ibanez- und Yamaha-Einsteigermodellen.
Der Verkäufer wollte ihn endlich los werden (ein 96’er), und so bekam ich ihn weit unter Listenpreis. Der Bass war einfach eine Freude. Swietenia Body mit Maple-Top, X-fach verleimter Hals aus Ahorn und was weiß ich nicht für Hölzern, Palisander-Griffbrett, zwei Basstec Humbucker mit 3-Band programmierbarem (!) EQ.
Ich war nie ein großer Fan dieser Boutique-Sachen, aber die Bespielbarkeit dieses Basses ist unglaublich, und trotz der 34“ Mensur grollt das Low B wie ein hungriger Löwe. Kurzum: ich habe ihn erstanden und so gut wie nie gespielt.
Kurz nach diesem Bass habe ich einen Stingray 5 gekauft, eigentlich ein Sterling 5, nur gab’s die erst später. Der MusicMan war der Player, das Boutique-Teil stand sicher und trocken zuhause. Schließlich habe ich allerlei Experimente mit dem Marleaux gemacht, ihn als 5-Saiter mit High C umgebaut, und ihn immer schön gepflegt. Irgendwann habe ich dann entschieden, dass ich eigentlich gar keine 5-Saiter brauche, den MM verkauft (Hallo Chuck), und den Consat zum Guitardoc gebracht, um ihn mittels neuem Sattel wieder zum Low B zurückzubauen und zu verkaufen. Aber als ich ihn dann zurück bekam (und der böse Stingray nicht mehr da war), habe ich wohl erst mal so richtig gemerkt, was ich da eigentlich habe.
Ich habe das Ding in den Ü-Raum geschleppt, live gespielt, und siehe da, er macht richtig Freude. Mittlerweile finde ich 5-Saiter so für zwischendurch ganz nett, der Consat hat einige Schrammen und Dellen abbekommen, was mir ziemlich Wurst ist, weil ich ihn eh nicht mehr hergebe.






















