Die Ibanez Destroyer
1984 spielte ich in einer Coverband und hatte Lust auf eine neue Gitarre. Ich wurde fündig auf dem Gitarrenflohmarkt von Zeckmusic. Statt 1200,-- DM nur noch 250,-- DM.
Keiner wollte sie. Gelb und häßlich, mit hoher Saitenlage und wenig Sustain. Dabei wurden gute Zutaten verwendet: Riegelahornfurnier, Lindenkorpus, Rio-Palisander –schöne Maserung- und ein ordentliches Binding.
Gekauft! 010er Saiten aufgezogen, 5 Federn und das FloydRose runtergeschraubt. Es schwebt jetzt perfekt ausbalanciert und ermöglicht ½ Ton nach oben oder Divebomb. Van Halen läßt grüßen.
Den Hals habe ich in der Halstasche vom Lack befreit und einen DiMarzio Dualsound am Hals montiert, dessen Spulen parallel geschaltet werden können. Der V 8 von Ibanez bringt am Steg das Brett richtig auf Touren.
Der Sound wurde plötzlich glasig und durchsichtig. Funk, Rock, egal -immer passend und durchsetzungsfähig. Und der Lindenkorpus verpaßt dem Sound die nötige Kompression.
Das Teil wurde über lange Jahre zu meinem Markenzeichen und bietet für Heavy Metall wie auch Rock alle Voraussetzungen für einen vielseitigen Sound. Das Sustain entwickelte sich langsam aber stetig, der Hals ist stabil und bietet gute Voraussetzungen für eine saubere Spielweise. Und mit dem FloydRose bin ich zufrieden. Stimmstabil. Eine gute Gitarre.
Nach 19 Jahren hat sie einen Warwick Formkoffer bekommen. Bis dahin habe ich sie immer wie ein rohes Eitransportiert. Sie sieht noch aus wie aus dem Laden. Die Plastikabdeckungen habe ich zwischenzeitlich durch Maßanfertigungen aus Riegelahorn ausgetauscht.
Ein außergewöhnliches Instrument und verläßlicher Wegbegleiter.

























