RICKENBACKER 610Jetzt wo ich endlich mal etwas Zeit habe, werde ich mich etwas ausführlicher über meine neue Gitarre auslassen ;)
Ich war schon länger auf der Suche nach einer Rickenbacker der 600er Serie. Eigentlich spiele ich seit 5 Jahren eine weiße Gibson SG Special, und die ist nach wie vor meine Traumgitarre, aber ich wollte mal wieder etwas Abwechslung.
Vor ca. 2 Monaten ersteigerte ich auf eBay.fr eine Rickenbacker 620 in Turquoise für unglaubliche 760 Euro. Mit diesem Preis war der Verkäufer aber offensichtlich nicht zufrieden, und meldete sich nie wieder, antwortete weder auf meine Mails, noch auf meinen Anruf. Der Traum der eigenen Rickenbacker war also vorerst geplatzt, weil 1500 euro für eine fabrikneue konnte und wollte ich nicht aufbringen.
Nach ausgiebiger Google-Suche fand ich dann diese knallrote Ric 610 auf der Internetseite eines Fürther Musikalienhändlers (Klak Musik); für 1000 Euro. Nachfragen per E-mail ergaben, dass das Instrument von 1991 ist, das aber setdem nur im Laden stand, und also an sich NEU ist. Also griff ich zu, und GottseiDank war dies ein richtiger Glücksgriff.
Über dass 610er Modell ist nicht viel im Netz zu finden, wahrscheinlich auch deshalb, weil es discontinued ist und teilweise nur in sehr exquisiten Lackierungen zu haben war. Auch die Rickenbacker Homepage gibt nach ihrer kompletten Erneuerung nur wenig Auskunft, da frühere Modelle in der Gallery noch nicht berücksichtigt werden.
Jedenfalls bestehen die Korpusflügel und der durchgehende Hals aus Ahorn, das klarlackierte Griffbrett ist aus Rosewood. Die Hardware ist mattschwarz, die Mechaniken sind von Schaller. Die sehr dünne Lackierung kann man am besten als knallrot bezeichnen. Leider ist mir die Gitarre einmal umgefallen und hat nun einen Haarriss am Halsansatz, ich hoffe mal, dass es dabei bleibt.
Die Gitarre ist ultraleicht (gefühlte 500 Gramm ;) und superklein, kürzer noch als die SG obwohl die Mensur meines Wissens die gleiche ist. Der Hals ist im Vergleich zur SG bleistiftdünn, was meinen kleinen Händchen sehr entgegenkommt. Die Hi-Gain Pickups liefern einen fetten Sound, der aber trotzdem immer noch was von einem Singlecoil hat. Der Halspickup klingt in der Zerre etwas matschig, lässt sich aber am Amp herausregeln. Im Clean-betrieb tönen beide Tonabnehmer glockenklar und trotzdem noch warm, sehr schön.
Ausser der Gibson-gleichen 4-Poti-Konstellation verfügt diese Gitarre über einen 5.Regler, mit dem man (3-way-switch in der Mittelposition) zwischen den beiden Pickups hin und her blenden kann. Etwas überflüssig...
Tja, die Pole-Position meiner SG ist durch die Ric echt in Gefahr, vor allem durch die tolle Bearbeitung und die aussergewöhnlich leichte Bespielbarkeit.
Wenn mir einer mehr über diese Gitarre erzählen kann, bitte mailen.
Gruß
Bigudi






















