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Marshall MG15CDR

Mein erster Verstärker. Gekauft anno 2002 für teure 185€.

Bis Ende 2005 war dieser Verstärker mein Arbeitspferd, dann wurde er abgelöst von einem Vox AC30.

Der kleine Brüllwürfel kann ordentlich krach machen, die Verzerrung ist sehr gut gelungen. Als Schwäche im Clean-Channel empfinde ich, daß man unterschiedliche Gitarrentypen schlecht auseinanderhalten kann, irgendwie klingen sie alle gleich. Außerdem ist er mit der geringen Lautstärke wirklich nur zum Üben zu Hause geeignet. Ganz im Gegensatz zum Overdrive-Channel, der eine für die geringe Größe und schlappe 15 Transistor-Watt enorme Lautstärke erzeugt und dabei bis in hohe Lautstärkebereiche gut klingt. Irgendwann geht aber dann doch der Druck verloren, mehr ist wohl mit einem kleinen 8"-Lautsprecher nicht drin.

Aber naja, für die Größe ist das wirklich erstaunlich und zum Üben hatte ich mit diesem Verstärker immer einen brauchbaren Sound.

Er hat jedoch auch gravierende Schwachpunkte (aber wirklich nur mein Exemplar, der MG15DFX eines Freundes klingt super!), als da wären:
- Der 'OD-Select'-Knopf ist irgendwie schlecht verarbeitet, wenn man von Overdrive zurück auf Clean schaltet muß man den Schalter nochmal leicht nach rechts drücken, ansonsten gibt der Verstärker keinen Ton von sich
- Die Wirkung der Klangregelung ist kaum zu bemerken, egal wie weit man dran dreht, es passiert praktisch garnichts.
- Der Federhall klingt absolut billig und blechern
- Der fdd-Schalter erhöht die Störgeräusche, ansonsten hat er keine merkliche Auswirkung auf den Klang. Von der Wärme einer Röhrenendstufe, die dieser Schalter imitieren sollte, ist nichts zu spüren.

Außerdem schnarrt er bei bestimmten Frequenzen, z.B. der des c'. Das liegt aber vermutlich daran, daß sich im Gehäuse etwas gelockert hat, und dessen werde ich mich wohl bald annehmen.

Letzlich waren diese Punkte (neben einem Bedarf an größerer Lautstärke) der Hauptgrund, mir einen größeren Verstärker zuzulegen, und der MG15CDR dient jetzt in erster Linie dafür, ab und zu mal lustige Stereo-Modulationseffekte zu erzeugen.


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