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Squier Stratocaster

Meine erste E-Gitarre, und über zwei Jahre auch meine einzige. Ich habe sie damals (2002) relativ teuer (305€) erstanden, und war bis vor einem halben Jahr absolut zufrieden mit ihr (Das änderte sich, als ich begann mich mehr für Gitarren zu interessieren).

Ich kaufte sie damals wegen ihrer schönen Sunburst-Lackierung, ohne sie ein einziges mal anzuspielen. Wahrscheinlich hätte ich ihren Klang damals sowieso nicht von dem einer ES-175 unterscheiden könnnen.

Zum Thema Klang: Insgesamt ist er sehr durchschnittlich, weder Höhen noch Bässe sind irgendwie betont. Die Folge davon ist, dass man leicht einen 'Soundsalat' erzeugt; wenn man in den Klang eines Akkordes einzelne Töne hineinspielt sind diese nur schwer zu hören. Bei Soli fällt auf, dass sie in den höheren Lagen schnell ausgesprochen dünn klingen. Alles was auf g, h oder e-Saite über den 12. oder 14. Bund hinausgeht klingt irgendwie nicht mehr nach viel.

Das Griffbrett ist relativ schmal und sehr flach. Ich finde das angenehm zum Spielen, wenn ich Begleitung spiele kann ich Barrégriffe deutlich länger halten als auf meinen anderen Gitarren wo dann doch recht schnell der Kraftaufwand zu groß wird und der Daumen schmerzt.

Die Gitarre ist ziemlich stimmstabil. Wenn sie zu Hause die ganze Zeit in einem Raum steht verstimmt sie sich praktisch garnicht, je nachdem wie viel ich spiele reicht einmal stimmen in der Woche.

Vor etwa zwei Wochen habe ich mir eine Epiphone Casino zugelegt, und benutze die Stratocaster jetzt vorwiegend als Ersatzgitarre oder um härtere Stücke zu spielen, die von ihrer Art her nicht zu einer Jazzgitarre passen.

Edit: Mit meinem neuen Vox AC30 treten die Klangnuancen doch etwas deutlicher zutage, und so ist zu sagen, daß die Gitarre schon einen Hauch des typischen Stratocaster-Sounds hat, weniger deutlich als bei einer anderen Squier, die ich kürzlich hörte, aber dennoch eindeutig. Wenn man die Gitarre nur hört, kann man sie als Strat identifizieren.
Mit einer gründlichen Reinigung, Einstellen der Oktavreinheit, neuen Saiten und einer Dosis Griffbrettöl hat sich ihre Bespielbarkeit übrigens so weit verbessern lassen, daß ich mit meiner Stratocaster wieder sehr zufrieden bin und sie deutlich positiver betrachte als noch vor zwei Jahren.



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