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Die drei Damen

Erstes Bild von links nach rechts:

1. Fender Stratocaster, "Mark Knopfler" Signature, Hot Rod Red
2. Gibson Les Paul 1958 Reissue, "Historic Collection", Baujahr: 2001, Butterscotch
3. Line 6 Variax 500, Sunburst

Hier mal alle meine E-Gitarren zusammen. Da ich zu der Strat und der Les Paul schon ausführlich geschrieben habe nur kurz was zur Variax.

Ich hatte mit dem Gitarre spielen zwischen 1996 und 2003 pausiert und als ich mich im Zuge meiner Jagd nach meiner ultimativen Strat und Paul mal wieder umgeschaut hatte, merkte ich, dass sich so einiges auf dem Markt geändert hatte. Vor allem Modelling war mir völlig neu.

Ich muss sagen, dass die heutigen Möglichkeiten diese Zeiten zu Traumzeiten für Gitarristen und vor allem Neueinsteiger machen. Als ich Mitte der 80'er anfing war die Gitarrenbaukunst international so am Boden wie man es sich heute kaum noch vorstellen kann. Außer sündhaft teuren Spezialprodukten gab es eigentlich nur Schrott. Die Japaner hatten aufgehört Geheimtip zu sein und verlagerten sich auf billige Massenware, vorbei die Zeiten der frühen Tokai oder Squier. Fender und Gibson steckten qualitativ schwer in der Krise und auch der Rest der großen Marken brachte nichts besonderes, das aber dafür zu gesalzenen Preisen. Die Ampfraktion war ähnlich bescheiden und nur im Hochpreissektor konnte man hoffen einen vernünftigen Röhrensound zu bekommen. Alles andere war "Transe" und zwar der schlimmsten Sorte: Sägende Zerre ohne jede Dynamik, und Cleansounds direkt aus der Hi-Fi Tiefkühltruhe.

Heute kauft man sich einen PODxt und eine Variax und hat Sounds, die zur damaligen Zeit nur wirklich betuchten Profis und Rockstars zur Verfügung standen.

Wie der POD so die Variax:

Natürlich kann sie meiner Strat und der Paula nicht das Wasser reichen, jedoch ist der Unterschied bei weitem nicht so groß, wie man meinen würde und das ist eine echte Überraschung, zumal sich der Unterschied beim Recording völlig nivelliert. Anfänger werden mit dieser Gitarre sehr glücklich werden, liefert sie doch wirklich alle Basissounds, die man mal irgendwo gehört hat in einer beachtlichen Qualität. Die Gitarre selbst ist ein gutes "Arbeitstier", ist gut verarbeitet, klingt akustisch bereits ziemlich gut und hat ein für diese Bauweise (Mix aus Strat und es Paul Junior) erwartbar gutes Sustain.

Das Spielgefühl ist auf einer "echten" Gitarre natürlich besser, dynamischer und unmittelbarer, aber das ist auch der erste Versuch einer Modelling Gitarre überhaupt. In fünf Jahren, so prophezeie ich mal, kann man seine ganzen Originalschätzchen getrost zu Hause lassen.

Ich benutze sie hauptsächlich für ein paar akustische Sachen hie und da (spezielle die Resonatorgitarren sind toll) und einiges aus dem Tele- und Jazzbereich. Wenn ich mir überlege, was ich allein für eine echte National Dobro und eine Gibson Super 400 ausgeben müsste, wird mir ganz schwindelig. Klar sind die entsprechenden Modells nicht so gut wie die Vorbilder, aber für jemanden, der derlei Sounds nur gelegentlich braucht, sind die Originale nie im Leben ihre 4- 5000 Euro mehr wert. Hut ab.


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