Zu dieser Gitarre eine kleine Vorgeschichte:
Meine erste E-Gitarre war eine ferrari-rote Stratokopie der klangvoll lautenden Marke "Lead Star", damals (ca. 1995) für DM 250.- gebraucht als "gute Kopie von Conrad Electronic" erworben...meines Wissens war die Marke der Nachfolger von Musima.
Ich erwarb dann zusätzlich mal eine metallicblaue Mexiko-Fender (DM 180.- ) aus Brand/Wasserschaden mit gebrochenem Korpus, den ich dann mit Papas Hilfe wieder zusammenleimte. Außerdem flatterte eine El Maya Stratokopie (DM 100.- ) ins Haus, die man hier in modifizierter Form sehen kann. Es folgten Frankensteins Jahre:
Gitarre 1: Lead Star Korpus + Fender Elektronik + Shadow Humbucker + Fender Neck
Gitarre 2: Der Rest (unansehnlich reparierter Fender Body + Lead Star Elektronik + Lead Star Hals)
Gitarre 2 landete erfolgreich zu einem Verkaufspreis von ca. DM 100.- auf dem Flohmarkt. Die El Maya (schönes Metallschlagbrett) brachte das Liebesleben meiner Strats gehörig durcheinander und bekam den Fender-Neck und die Fender Elektronik, wieder ohne häßlich schwarz verdeckten Shadow-Humbucker (übrigens splitbar!). Der Lead Star-Korpus samt Shadow-Humbucker landete bei ebay.
Dann habe ich ca. drei Jahre lang ungefähr 4mal zwischen El Maya- und Fender-Neck hin- und hergewechselt, da beim
Maya-Hals einerseits das gute Profil und die Originalität als Argument überwiegten; beim Fender-Neck jedoch die
trotz des unangenehmeren Profils bessere Bespielbarkeit, denn der Maya Hals krümmt sich bei den oberen Bünden leicht
nach oben.
So, 2003 fand die Geschichte vom unentschlossenen Michael und seiner ersten Gitarre endlich ein (vorübergehendes) Ende, als ich Gitarrenbauer Gregor Olbrich (www.thorndal.de) besuchte. Er offenbarte mir, dass man mit dem Abschleifen der Bünde auch die leicht ungünstige Halskrümmung ausgleichen könnte und baute mir dazu auch noch ein Set seiner Pickups ein, samt neuem Schlagbrett ("das metallene sieht zwar geil aus, beeinflusst aber das Magnetfeld der PUs ungünstig" ). Der Fender-Schrott (Hals und PUs) landeten endgültig bei ebay.
Und die El Maya sieht heute eben SO aus: Ein schwarzes 3-ply-Pickguard ersetzt das originale "old model metal pickguard" (steht so auf dem Headstock), die originalen, etwas dünn klingenden El Maya-PUs wurden, nachdem sie - wie bereits erzählt - durch ebenfalls untaugliche Fender-Mexiko-PUs ausgetauscht wurden, durch Franklin Rosswell-PUs von Gregor Olbrich ersetzt. Außerdem wies die Maya einen Messingsattel auf, der durch einen aus Kunststoff ersetzt wurde.





















