Dieser in Japan gefertigte Bass wurde, wie ich einem amerikanischen Forum entnommen habe (http://www.harmony-central.com/Bass/Data4/Fender/Performer_Bass-1.html), nur in einer Serie von wenigen hundert Instrumenten hergestellt, von denen wegen Rechtsstreitigkeiten nur ca. 200 Stück verkauft wurden.
Das Design des Instruments stammt von John Page, dem späteren langjährigen Leiter des Fender Custom Shop (Quelle: http://bellsouthpwp.net/d/t/dtoole/Performer/ PerformerBass.htm). Nach seiner Aussage sollte mit dem an die Fender Stratocaster erinnernden Aussehen und einigen deutlichen Veränderungen gegenüber den anderen Fender-Bässen ein sehr viel moderner aussehendes Instrument geschaffen und der Ruf von Fender als konservativ etwas aufpoliert werden.
Neben meinem Modell in Sunburst gibt es zumindest noch weitere Modelle in weiß/creme mit hellem Griffbrett und in mint; auch in einem rötlichen Ton habe ich diesen Bass bereits im Internet gesehen.
Der Hals ist sehr schmal, wodurch einerseits ein sehr schnelles Spiel ermöglicht wird, andererseits aber bei Slap und Pop eine hohe Genauigkeit erforderlich ist. Im Sound erinnert das Originalinstrument doch sehr an den Jazz Bass, was nach John Page´s Aussage auch genau das Ziel war - es sollte ein besserer, modernerer Jazz Bass sein. Auch beim Performer ist das typische "Knurren" sehr deutlich und mit dem Steg-PU und herausgenommenen Höhen erreicht man den bekannten, mittigen Jazz Bass-Klang.
Da bei einem Verleih an einen Bekannten leider zwei der Potiknöpfe meines Basses abhanden gekommen sind, habe ich mich nicht mehr gescheut, einige Modifikationen vorzunehmen, die alle wieder rückgängig gemacht werden können. So habe ich die Mechaniken gegen gekapselte Versionen mit kleinerem Flügel ausgetauscht und zusätzlich für die E-Saite einen D-Tuner eingebaut. Da die Original-Single-Coil-Pickups doch recht empfindlich gegen Eintreuungen sind und einen relativ geringen Output aufweisen (ist halt im Original ein rein passiver Bass mit 2 Volume, 1 Tone, 1 Pickupschalter), habe ich mir bei Bassculture.de (Christoph Dolf) Split-Coil-Pickups anfertigen lassen. Diese sind, anders als die Original-PUs mit weißer Kunststoffabdeckung, ganz aus schwarzem Holz hergestellt. Es handelt sich um Customanfertigungen, da sie wie die Originale die Form einer Raute besitzen sollten. Mit den neuen Split-Coil-PUs hat der Bass einen höheren Output und ist etwas voller im Ton, die Bässe und Höhen kommen stärker ´rüber.
Die Elektronik ist inzwischen anders verdrahtet - 1 Volume, 1 Tone, 1 Höhenblende - und soll evtl. irgendwann gegen eine aktive 3-Band-Elektronik ausgetauscht werden.
Auch die Brücke soll, sobald ich dafür Geld übrig habe, durch eine massivere Bauform, die auch die Fixierung der Saitenreiter erlaubt, ersetzt werden. Leider neigt nämlich der Reiter der G-Saite manchmal zum Schnarren - und ich hasse Nebengeräusche, die nicht zum Klang des Instruments gehören.
Die PU-Knöpfe habe ich gegen schwarze mit weißer Schrift ausgetauscht, die verloren gegangenen waren nicht wieder zu beschaffen (weißer Korpus mit schwarzer Schrift und schwarzem, geriffeltem Gummi an der Grifffläche).
Mit den schwarzen PUs, den schwarzen Potiknöpfen, den schwarzen Schrauben zur Befestigung des Schlagbretts und den kleineren Flügeln der Mechanik gefällt er mir heute besser als in der Originalausführung (zum Vergleich eine Adresse, unter der ein Performer beinahe im Originalzustand zu sehen ist: http://electron.tailfeatherz.com/FDP/fdp172.html).
Das Manual zum Performer-Bass gibt es übrigens hier: http://www.fender.com/support/manuals/pdfs/
instr_owners/Contemporary_Jazz_and_Performer_Basses_Japan_1985.pdf


















