Die Suche nach der optimalen Strat kam bei mir fast einer Qdyssee gleich. Von einer Rockinger über Blade, einer
Fender American Std. Bj. 91 über die Jeff Beck I bis zur Fender SRV, irgend etwas störte mich immer und stand der
100%igen Zufriedenheit im Wege. Mal war mir der Hals zu dünn, dann wieder zu dick. Gefiel mir der Hals, störte mich
die Vintage-Lackierung oder die Lage bzw. Beschaffenheit des Tremolo. Kurz und gut, nachdem ich begriffen hatte, daß
man für eine erstklassige Stratocaster nicht unbedingt bei Fender vorstellig werden muß, befaßte ich mich mit dem
Gedanken, mir eine Strat ausschließlich nach meinen Wünschen herstellen zu lassen.
Da ich über ein anderes Projekt bereits Kontakt mit Siggi Braun aufgenommen hatte, war sehr schnell klar, das niemand anderer als er meine Custom-Strat bauen würde. Als Klangholz kam für mich nur Erle in Betracht, hier erfreulicherweise in einer einteiligen Version. Der Hals weist eine ziemlich fette D-Form auf, einer Les Paul nicht unähnlich, und besteht aus schönem, aber nicht zu spektakulärem birdseye-maple. Das Palisander-Griffbrett ist mit Dunlop 6105-Bunden bestückt. Goldene Schaller-Mechaniken komplettieren die obere Hardware. Einen schönen Kontrast zur der Olympic-white-Lackierung stellte das dreilagige tortoise-Pickguard dar. Das bewährte Wilkinson-Tremolo war ein Muß, kombiniert es doch innovative Optik und Technik mit weitgehend verstimmungsfreier Arbeit.
Da Siggi Brauns Gitarren alle einen Namen besitzen, habe ich diese Strat, etwas abgewandelt nach einer meiner Lieblingsgruppen „White Snake“ getauft.




















