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Cort Curbow

Auf der Suche nach einem möglichst günstigen aber auch möglichst guten Fretless-Bass habe ich diesen auf eBay entdeckt. Viel Zeit war allerdings nicht mehr und so ich habe schnell ein paar Testberichte gesucht die auch alle ganz gut klangen.... ok, gekauft.

Der Body war aus Luthite - nie gehört, ist wohl so ein komisches Tropenholz mit einer schönen Maserung. :-) Als ich den Bass in der Hand hatte wurde ich eines besseren belehrt und genauere Recherchen zeigten mir auch, dass Luthite keineswegs Holz sondern ein Kunststoff ist - die Maserung war nur aufgedruckt. Na herrlich.

Der Hals, das einzige Teil aus Holz (das Griffbrett war aus Ebonol), war aus Ahorn und ausserdem verzogen. Wundert mich auch nicht, das Teil war kaum dicker als ein durchgesägter Schaschlik-Spiess. Den Hals konnte ich aber problemlos wieder einstellen. Ich habe gelesen, dass da Bartolini-PUs verbaut werden, was ich als ein Qualitätsmerkmal gewertet habe, schliesslich sind die Dinger nicht gerade die schlechtesten und nicht gerade günstig. Meiner hatte allerdings einen MightyMite. Die aktive Elektronik war dreibandig und neben den Volumenpoti mit einem "Slap-Contour"-Schalter ausgestattet. Die Wirksamkeit der Regler hielt sich aber arg in Grenzen und auf welcher Position der Schalter stand war eigentlich egal - da tat sich kaum was. Die gekapselten Mechaniken trugen kein Markenzeichen (wenn ich mich recht erinnere) taten aber ihren Dienst und auch die Brücke machte einen ganz ordentlichen Eindruck. Der Hals ragte tief in den Korpus und war an fünf Punkten geschraubt. Trotz "nur" vier Saiten, des dünnen Halses und der relativ kleinen Kopfplatte war der Bass kopflastig was daran lag, dass Luthite einfach nichts wiegt und der Hebelwirkung nichts entgegen zu setzen hatte. Naja, was soll's, ich spiele ja sonst einen Warwick Thumb und der ist nicht nur kopflastig, der wiegt auch noch eine ganze Menge.

Der Sound war alleine gespielt ok, aber definitiv nicht mehr. Luthite soll ja sehr ähnliche Klangeiegenschaften haben wie Holz, fragt sich eben nur welches. Das Sustain liess allerdings zu wünschen übrig und ganz schlimm war die 9. Lage der D-Saite, da hatte ich einen ausgewachsenen Dead-Spot - ausser einem "plöp" gab es da nicht viel. Einen Viertelton höher hatte ich das Problem schon nicht mehr. In der Band gespielt war es eine Katastrophe. Der Bass konnte sich nichtmal in einem Trio durchsetzen.

Ich habe den Curbow dann auf eBay mit ein paar Euro verlust wieder verkauft, aber das war mir egal. Für das Geld habe ich dann übrigens wieder einen Fretless bekommen mit dem ich sehr zufrieden bin.

Fazit: Definitiv der schlechteste Bass den ich je besessen habe.


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