1996 war ich auf der Musikmesse in Frankfurt und hab spaßeshalber die Petrucci ausprobiert. Da ich die RG-Modelle
schon kannte und deren schlanken Rennhals nicht sonderlich interresant fand, war ich überrascht wie gut sich die
Gitarre anfühlte. Von da an war mein Ziel, so eine zu haben. Ein Jahr später war es dann soweit, ich kaufte meine
JPM2 für damals 2300DM.
Im lauf der Zeit bekam sie ein paar Modifikationen. Erst wurden die DiMarzios gegen 2 Bill Lawrence XL500 ausgewechselt. Da ich auch nie ein Floyd-Rose-Player war, wurde das Tremolo erst mit Hilfe der Federn und etwas Holz festgesetzt. Einige Zeit später wurde der Hals-TA rausgeschmissen und der Steg-TA gegen einen EMG81 ausgetauscht. Die Federn des FR wurden ebenso rausgeschmissen und gegen eine Gewindestange ersetzt, die nun gekonntert das FR bombenfest hält. Der freie Raum der Federkammer wurde mit Schaumstoff ausstaffiert. Im Lauf der Zeit wechselte ich oft die Saitenstärke. Im Moment spiele ich einen 013-056 Satz auf dropped D wobei der Hals keinerlei Probleme macht.
In diesen 7 Jahren hat sie einiges mitgemacht. Dementsprechend sieht sie auch aus. Der Klarlack ist über weite
Teile der Korpuskannte abgeplatzt, Absplitterungen an der Ausgangsbuchse und sonstige Kratzer, Dings und Dongs da es
einfach eine Gitarre ist, die eben viel und heftig gespielt wurde.
Zum Sound kann ich sagen, dass sie -durch das viele Spielen- enorm mitschwingt und unverstärkt schon sehr Laut ist (für ne E-Gitarre). Verstärkt (auch durch den EMG81) ergibt sich eine PowerStrat mit enormen Output. Auch der Vergleich mit anderen EMG bestückten Gitarren zeigte, dass sie einen überdurchschnittlichen Output hat. Der ist in den Bässen sehr straff und knackig, die Mitten sind sehr ausgeprägt und die Höhen ausreichend vorhanden.
Fazit: Das war meine erste Richtige Gitarre, auf der ich quasi alles erlernt habe. Sie hat sich meinen Spielbedürfnissen angepasst und hat mich über all die Zeit noch nie im Stich gelassen. Einfach ein Arbeitstier.




















