In den späten Siebzigern entdeckte ich in einem kleinen Musikladen eine
Kopie einer Telecaster Thinline, mit Mahagoni Body. Neugierig geworden
sah ich mir das Ding genauer an und war alles andere als begeistert
über die Fertigungsqualität. Der Hals hätte alleine schon für eine lebenslängliche Verurteilung gereicht ! Da aber die Klangeigenschaften des Bodys als eher sehr gut zu werten waren, erstand ich nach langem “ handle “( der Händler konnte meinen fachlichen Argumenten nichts entgegensetzen ) das gute Stück.
Der Hals war das erste was in hohem Bogen flog ! Dann die Hardware ! Der Rest, Body und Schlagplatte sowie die bis heute nicht verwendeten Maxon Pickups, lagen dann jahrelang unbeachtet im Fundus. Als ich dann allerdings zu einem Set früher 80 er Schecter Tele Pickups kam, die wie ich ja schon des öfteren bemerkt habe - sehr schätze, gelangte dieser Thinlinebody wieder zu Ehren. Die PU, die sehr viel Power, und auch die nötige Brillanz haben, würden den Sound des Mahagonibodys auffangen, und so war es auch.
Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade dabei war, mir eine Strat a la Hank Marvins 59 er mit Goldhardware, und eine 62 er Tele mit Rosewoodneck, und diese in der Farbe der Marvin - Strat in Fiestarot lackiert werden sollten, so war das dann auch gleich die Nummer Drei in Fiestarot. Als Hardware wurde eine massive Messingbridge gewählt, um dem Mahagoni noch ein wenig mehr Sustain zu entlocken und die Brillanz noch etwas zu steigern, die restliche Hardware wurde fendertypisch gewählt, aber in Gold.
Da die Pickups anzapfbar sind, habe ich als Potis Zugpotis verwendet, um diese Möglichkeit auch ausschöpfen zu können, und dadurch die Vielfältigkeit der Soundmöglichkeit zu erhöhen. Als Neck kam natürlich nur ein Maple in Frage. Dieser wurde klar lackiert, und in die versaute Passung eingefräst.
Die Rechnung ging auf ! Der Sound ist typisch, bietet aber auch durch die Schaltung beinahe artfremde Klangmöglichkeiten. Und wenn ich mir die drei Fiesta - Schatzerln so nebeneinander ansehe, dann packt ’s mich einfach immer wieder - die Freud an der Freud !





















