Ampeg, vor allem den Bassisten ein wohlbekannter Name, baute auch
Gitarren. Als Dan Amstrong 1969 zu Ampeg kam, designete er diese
Gitarre sowie einen Bass im selben Outfit. Wie ich schon bei der
Beschreibung des Lucite Bass ausführlich erwähnt habe, hat man sich
auch hier einiger ganz besonderer und ausgefallenen Materialien
bedient.
Lucite ist eigentlich nichts anderes als Acrylglas, was der Gitarre auch den Namen " Glasgitarre " einbrachte. Schlagplatte und Kopfplattenabdeckung waren aus Melamin, vielen unter dem Namen Funder oder Max - Platten bekannt, die vorzugsweise auf stark beanspruchten Arbeitsflächen wie zb den Arbeitsplatten in Küchen Verwendung finden. Die einfache aber geniale Konstruktion dieser Gitarre, bezieht einige Anleihen von den Frühen Dan Amstrong oder Silverton Instrumenten, die ja unter anderem auch nicht gerade übliche Instrumentenwerkstoffe verwendeten.
Der Hammer ist allerdings der Saitenhalter - eine
Metallplatte, und darauf ein Stück Palisander oder Teakholz, das frei
verschiebbar ist, um die Intonität des Instruments zu gewährleisten.
Das heute so übliche Austauschen der Tonabnehmer, war schon damals ein
Standardfeature ! Der Tonabnehmer war mit zwei Steckkontakten ( a` la
Bananenstecker ) mit der Elektronik verbunden, und man konnte ohne die
Saiten zu entfernen den Tonabnehmer wechseln. Abziehen, und einen
anderen, von denen es im Ampegprogramm eine Auswahl gab, einfach wieder
über die Schräge ins Body gleiten lassen, auf die zwei Steckkontakte
schieben - und fertig.
Die Elektronik selbst, ein Volumen und ein
Tonpoti, sowie ein Schalter, der über Kondensatoren den Klang
veränderte.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch, dass der Hals 24 Bündig war, und bis zum letzten Bund frei zugänglich. Der Sound dieser Gitarren, die wohl aufgrund ihrer verwendetetn Materialien sicher vielfach mit enormer Skepsis bedacht wurden, ist zwar, was ja nichts nachteiliges ist - eigenständig - aber ausgewogen, und keinesweges plastifiziert - und hat sich im Rockbereich einer relativ grossen Beliebtheit erfreut, und viele der namhaftesten Musiker, wie beispielsweise Keith Richards von den Stones haben sich ihrer bemächtigt. Zu sagen wäre da noch, dass dieses Modell in einer Auflage von etwa 2000 Stück von Ende 69 bis 71 produziert wurde.























