Höfner, dieses Label ist auf dem Kontinent untrennbar mit der Musik verbunden. Ich behaupte aber weltweit, denn wer hat nicht irgendwann einmal ein Foto der Beatles gesehen, wo eben Paul Mc Cartney immer mit seinem Höfner Bass, der fortan sowieso nur mehr "BEATLESBASS" genannt wurde, abgelichtet war. In unseren Breiten denke ich, war Höfner in Stückzahlen ausgedrückt sicher am meisten anzutreffen, auch schon bevor Paul zu dem Produkt griff.
Optisch unverkennbar an die Strat angelehnt, waren aber zwei, meist drei Humbucker die Ausstattung. Die Gitarren waren durchwegs recht ordentlich ausgeführt, aber in Bezug auf Bespielbarkeit, wie etliche deutsche Fabrikate auch, eher plump zu nennen.
Da die Firma schon vor 1900 existierte, war aber der Bekanntheitsgrad offensichtlich recht hoch und damit auch die Geschäftsbeziehungen vielfältig. Vor 1960 baute man noch ausschliesslich die so genannten Schlaggitarren, die dann nach und nach elektrifiziert wurden, und ab 60 widmete man sich auf das Intensivste den elektrischen Solidbodys.
Dass diese Firma als eine der wenigen heute noch besteht und nach wie vor Instrumente herstellt, besagt sicher einiges. Höfner hatte immer auch schon einen Hang zu sehr variablen und vielfältigen Schaltungen. Und dies, sowie die insgesamt gute Qualität, sehr grosse Modellpalette, und letztendlich ein günstiges Preisverhältnis haben das Ihre dazu beigetragen. Zu meiner 176 er, die wahrscheinlich das erfolgreichste Modell der Firma war, kann man anhand der vielen Schalter und Regler schon das grosse Einstellpotential erkennen.
Auch hier war mir das Glück ausserordentlich hold, denn ich fand diese Gitarre mit dem überaus seltenen " Tweedkoffer "! Habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wenn man meine alten Fotos ansieht, ich eine Höfner 173 spielte, die ich relativ lange verwendete, und mein erstes Brettl war.























