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Custom Paula

Also, das ist sie! Das ist mein erster, aber nicht letzter Selbstbau. Es ist eine Les Paula Form. Aber auch nur eine Form !!

Fangen wir beim Body an. Es ist ein 2 teiliger Lindenbody, der zum Rand mit 9er Radien abgerundet ist. Ich bin nicht so der Freund von gewölbten Decken. Wenn man in Richtung Hals weiter schaut, sieht man als erstes dass ich mir ein sehr schönes tiefes Cutaway gemacht habe. Schaut man weiter, so sieht man, dass der Hals eingeleimt ist und ich mir daher das optimale Shaping für meine Hand machen konnte, so dass ich auch ohne Mühe das 22 Bund locker und leicht spielen kann. Der Hals an sich ist aus superschön gemasertem Ahorn. Er ist einteilig mit aufgeleimtem Palisander Griffbrett, welches noch schöner gemasert ist. Der Hals ist ziemlich flach mit seinem 14" Zoll Radius und dazu angenehm breit, genauso wie ich es mag *g*. Die Kopfplatte hab ich mir persönlich auf eine Mischung aus Ibanez und Jackson gesägt.

Wenn man die Hardware anschaut, sieht man das sie nur vom Allerfeinsten ist. Als Stop Tail Piece dient ein Schaller GTM / STM Saitenhalter und als Bridge die Schaller GTM Tune o' Matic-Bridge. Die Tuner hab ich direkt aus den Staaten über einen Freund bekommen. Es handelt sich hier um Kluson CTM Deluxe Tuner in Chrome, wie auch der Rest der Hardware.

Bei den Tonabnehmern muss ich mich sehr sehr positiv für die passiven HZ 1 und 1a Pickups von EMG ausprechen. Sie bringen den durch die Wahl des Holzes sehr knackigen Sound transparent an die Bridge und sehr warm und rund am Neck rüber *top*. Ich persönlich liebe diesen Sound, genauso muss es sein. Er ist jedoch nicht definierbar. Nicht als Strat weder noch als Paula, vieleicht etwas dazwischen, was vielleicht auch daher kommt, dass ich auf den Les Paul Body einen Hals mit Fender Mensur geleimt habe, was für mich kein Verbrechen ist, was jetzt einige denken mögen. Wenn es um das Sustain geht, ist von einem Killersustain die Rede.

Das Ganze hat so ca. vor knapp 2 Monaten begonnen. Als alle Leute im Ran und Shamrayfieber waren und sich was bauen ließen, dachte ich mir, das kannst du auch selber ! Ich ging dann in eine 2 wöchige Planungsphase über und zeichnete mir eine Schablone und besorgte das Holz. Ich fing dann erst mal nach der Trocknungszeit der aneinandergeleimten Body-Hälften an zu sägen und tagelang zu schleifen und zu schmirgeln. Doch letztendlich hab ich das Ganze geschafft, mit hochgerechnet 150 std. Arbeit, doch ich finde es hat sich gelohnt. Auf jeden Fall hab ich Blut geleckt und bin schon bald in der Planungsphase für mein nächstes Projekt.

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