Klira Semiacoustic
Hier möcht ich nun meine Klira Semiacousic vorstellen. Ich habe sie 1966 zu Weihnachten bekommen. Sie war über Jahre meine Hauptgitarre, einfach aus dem Grund: ich hatte nichts Anderes!
Es ist eine ES 335 Kopie, aber ohne Sustainblock und mit geschraubtem Hals. Die Saitenlage war jenseits von Gut und Böse, und die Pickups pfiffen, das einem die Ohren in Scheiben abfielen (sie wurde damals über einen Echolette M 40, ein dazugehörendes Bandecho und eine 2x 12 Box gespielt).
Damit sie einigermaßen spielbar wurde, habe ich in den ersten Jahren viel daran herumgebastelt. Als erstes wurde der Hals
mit einem Mahagonikeil unterlegt. Den hab ich mit viel Mühe und Eifer in einer Schreinerei in der Nachbarschaft (unter
Anleitung des Schreiners, ich hatte ja keine Ahnung von der Materie)angefertigt. In Verbindung mit einem neuen Oberteil
für den Steg (das alte war gerissen), ließ sich dann die Saitenlage so einstellen, das die Gitarre spielbar wurde.
Da der Sound immer noch Sch... war, habe ich mit einem Kumpel, der "richtig Ahnung" hatte, die PU´s mal abgeschraubt und
aufgemacht. Dabei haben wir festgestellt, da die Teile wie HB´s aufgebaut waren, aber nur eine Spule hatten. Kurzerhand
wurde die Spule aus einem Tonabnehmer ausgebaut und in den zweiten mit eingelötet. Das Ergebnis war überraschend: In der
Halsposition montiert, klang das Teil nun wie eine dicke Jazzgitarre vom Schlag Framus Sorella und ähnliche. Das
Gekreische war völlig verschwunden.
Nun fehlte natürlich ein Stegpickup. Durch Zufall fiel mir dann ein Gibson PAF in die Hände, der aus einer damals (Ende 60er) alten, kaputten Pauline (warum hab ich mir nicht das ganze Teil mitgenommen?) stammte. Der wurde dann am Steg montiert. Jetzt hatte ich eine Gitarre, die sich gut spielen ließ und dazu auch noch gut klang. Nur die üblichen Probleme mit Semiacoustics, (jeder, der sowas mal spielen mußte, wenn´s laut wurde, kennt das) blieben. So ist sie inzwischen zu einer total verbastelten (also nichts für Puristen und Vintage- Freaks) Gitarre geworden, die aber dafür gut spielbar ist und ihren ganz eigenen Sound hat (die oben genannten mögen mir verzeihen, aber das ist mir wichtiger).
Ich spiel sie heute noch gerne, bei Sachen wo etwas weichere Töne angesagt sind, zieh ich sie manchmal meiner ES vor.

























