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ARIRANG 4-String BASS

Dieses Burns-ähnliche Unikum hab ich vor nicht allzu langer Zeit bei Ebay geschossen. Er war als Bastlerbass ausgeschrieben, da er angeblich kein Output hatte. Nebenbei war er so versifft, dreckig und mit diversen Aufklebern versehen, dass ich erstmal eine Grundreinigung machen musste.

Die Marke –ARIRANG- war und ist mir bis jetzt völlig unbekannt. Der Name Arirang stammt von dem absolut bekanntesten koreanischen Volkslied, das für die Koreaner so wichtig ist, wie das tägliche Brot (Zitat aus einer Internetseite).

Laut Aussage meines Gitarrenladens ist es eine kleine koreanische Gitarrenschmiede gewesen, die ihre Instrumente ausschließlich in Handarbeit hergestellt haben soll. Das der Bass wirklich in Korea hergestellt wurde, sieht man an einem Aufkleber auf der Rückseite des Heastockes. Bei der Modellnummer E31920/W, die auf einem anderen Aufkleber steht, bin ich mir nicht ganz sicher, da sie schon sehr verwaschen ist. Auf der Vorderseite des Headstocks prangt der Name ARIRANG in einem 3D-Schriftzug aus Plastik in goldener Schrift auf schwarzem Hintergrund. Ich schätze den Bass mal auf ein Alter von mindestens 35 Jahren. Auch Ibanez hat in ihren Anfangszeiten Plastik- oder sogar Metallschriftzüge und Aufkleber mit der Seriennummer und dem Herstellerland auf der Kopfplatte gehabt. Erst anfang der 70er Jahre ging man dazu über, den Herstellernamen als Water-Decal (Uffbabbscher) herzustellen.

Der Bass ist ein Shortscale und daher nicht größer als die meisten Gitarren. Über die Holzart des Halses kann ich nichts sagen. Das Griffbrett scheint aus Palisander zu sein, hat 22 Bünde mit normalen Dot-Inlays und hat ein weißes Binding. Natürlich ist der Hlas nur verschraubt. Obwohl als Bastlerobjekt ausgeschrieben, funktionierte die Elektronik einwandfrei und tuts auch immer noch. Nur die Poties kratzen ein klein wenig.

Da ich bei Bässen, die ich kaufe niemals gleich neue Satien aufziehe, sondern sie nur auskoche (kennen wohl die meisten Basser unter uns –grins-) und diese Saiten wohl auch schon eine geraume Zeit auf diesem Bass ihren Dienst versehen haben, klingt er ausgesprochen gut. Er kann, mit seinen beiden Humbuckern, knurren und auch wummern. Auch die Saitenlage ist wirklich klasse. Geregelt wird er mit einem 3-fach Schalter und je einem Lautstärke und einem Tonregler, denen ich Chickenheads verpasst habe, da vorher ein schwarzer und ein weißer Potieknopf drauf war und ich mich nicht für eine der Farben entscheiden konnte. Er hat schon ein paar kleine Dings und Dongs, die weiße Lackierung ist schon sehr in den berühmten Vintage-Farbton übergegangen und auf der Rückseite, hatte einer der Vorbesitzer einen riesigen Aufkleber von Che Guvera (oder so) draufgeklebt, den ich zwar abmachen konnte, aber dafür hat sich dieses Gesicht jetzt in den Lack eingebrannt. Auch auf dem Pickguard hatte der Vorbesitzer zwei Aufkleber mit seinen Initialen hinterlassen. Die hab ich zwar abgekriegt, aber an die Klebereste wage ich mich nicht, da ich keine bleibenden Schäden am Schlagbrett anrichten will.

Einige der Bilder zeigen noch den dreckigen Bass vor der Reinigung.

Wahrscheinlich steht er bald zum Verkauf.





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