..... und noch ne Klampfe….
Diese Charvette von Charvel wurde vom Besitzer beschrieben, als absolut FERTIGE Kellerfundgitarre, die
ihre besten Tage schon weit hinter sich gelassen hat. Er hat mir auf Wunsch noch etlich Detailfotos vom
Zustand der Gitarre zugeschickt und er hat Recht gehabt. Sie war FERTIG!! Ich habe versucht Den Zustand,
wie ich sie bekommen und nachdem ich sie bearbeitet hatte nebeneinander zu stellen, allerdings stelle ich gerade fest, dass die Fotos vom FERTIGEN ZUSTAND ganz nach unten auf dieser Seite gerutscht sind.
Eigentlich ein absolutes Wrack, versifft bis zum Anschlag, jede der einzelnen Schrauben hatte Verrostungen dritten Grades und die Elektrik sah auch nicht gerade vertrauenserweckend aus. Alles in allem zum Verzweifeln, aber nicht unbedingt hoffnungslos.
Stecker rein und siehe da, funktionieren tut sie. Also alles auseinander genommen, mit Schmirgelpapier, Feile, Chrompolitur so weit gereinigt, dass anschließend die Farbe auch da haften bleibt, wo man sie aufträgt. Weiterhin musste ich noch den passenden, farblichen Nagellack, für die Dings und Dongs am Korpus besorgen (ist billiger als ein Autolackstift) und nach der Retusche mit selbigem, hab ich sie noch mit Hochglanz-Isolierung für Autolacke poliert und gewachst.
Erstaunlich was man aus so einem Kellerfund noch alles machen kann.
Und nun zur Gitarre selbst. Auf der Neckplate ist die Seriennummer 008297 und der Zusatz Fort Worth, TX, USA eingestanzt, glaube aber eher, dass diese Gitarre in Korea gefertigt wurde. Vielleicht wurde sie in Amerika nur zusammengeschraubt. Die Holzarten sind mir unbekannt (ich tippe auf Erle oder Esche), ist aber garantiert kein Sperr- oder Schichtholz, sondern massiv und in einem wunderschonen dunkelazurblaumetallik lackiert. Der Hals hat 24 Bünde und ist recht gut zu bespielen. Die Hardware ist komplett schwarz. Die Mechaniken sind DieCast von Charvel, das freischwebende Tremolo ist ein Floyd Rose von Jackson. Ob das Original ist, weiß ich nicht. Einen Tremhebel gabs nicht dazu, oder besser gesagt, nur einen Teil des Tremarmes und das befindet sich abgebrochen in der Öffnung, wo es mit normalen Hilfsmitteln nicht rauszukriegen ist.
Die Pus sind am Hals ein Single-Coil von Charvel und am Hals ein Humbucker von Seymore Duncan, der alleine schon das Geld wert ist, dass ich für diesen Kellerfund bezahlt habe. Dieser ist auch noch splitbar, aber nicht so verdrahtet. Die Elektronik ist spartanisch. Ein dreifach-Schalter und ein Lautstärkeregler. Ich werde ihr noch einen Push/Push-Potie spendieren, damit ich den Humbucker noch splitten kann und versuche ihr zusätzlich mit einem goldenen PU-Rahmen und einem goldenen Potie noch ein wenig mehr Optik zu verschaffen. Bespielbarkeit und Sound sind wirklich gut.





















