Normalerweise müsste dieses Baby in die Gallerie Dream-Gear aufgenommen werden, weil es sich bei dieser
Gitarre um alles andere als eine gewöhnliche Les Paul Kopie handelt.
Schon beim ersten Blick war mir klar, dass ich sie haben musste. Wie viele von Euch wissen, bin ich alles andere als ein Les Paul Fan. Bei dieser hier war es Liebe auf den ersten Griff! Das erste mal, sah ich sie 1986 bei dem Bruder unseres damaligen Schlagzeugers. Dem gehört auch die hier in GM schon vorgestellte Ibanez Les Paul 59er Model und wie bei der Ibanez, musste ich auch hier erstmal die Putztücher und die Chrompolitur rausholen um, obwohl im Koffer gelagert, den mindestens so viele Jahre alten Staub und Dreck zu entfernen. Man konnte ihre Schönheit nur noch erahnen. Ich hab ungelogen über fünf Stunden damit zugebracht, jedes ihrer teile abzubauen und zu reinigen und sie anschließend vernünftig einzustellen. Der vorherige Saitenabstand betrug etwa 1 cm und der Rostüberzug auf den Saiten hatte schon fast das Griffbrett erreicht. Aber hier nun zu den Fakten.
Es ist eine HOYER Les Paul Custom. Eine Traum-Paula!
Body-Holz: Keine Ahnung
Hals-Holz: Keine Ahnung
Baujahr: Keine Ahnung
Besitzer: Leider nicht ich
Ich habe wirklich lange versucht im Net was über sie rauszufinden. Da Hoyer aber anscheinend keine Homepage und auch keinen Fanclub hat, hab ich so gut wie gar nichts, nein, gar nichts über sie in Erfahrung bringen können. Schade.
Sie scheint aber sehr selten und Handgemacht zu sein. Die Seriennummer ist die 53.
Fangen wir lieber mal mit dem an was ich über sie sagen kann.
Der Hals ist durchgehend und fünffach geleimt, wie man unschwer erkennen kann. Die Decke ist herrlich geflammt und garantiert kein Photo-Finish. Das kannte, zur Herstellungszeit dieser Gitarre, noch kein Mensch. Und obwohl ich das Baujahr nicht kenne, tippe ich auf die Mitsiebziger Jahre, wo noch richtig Qualität hergestellt wurde.
Die Hardware ist gold und hat natürlich, trotz des Polierens, schon ziemlich viel vom Glanz verloren.
Die Mechaniken sind von Schaller.
Als PUs wurden 2 Humbucker von EMG eingebaut. In der Bridge-Position ein EMG-HC +18V und am Hals ein EMG-H +9V. Wie ihr seht hat sie eine aktive Elektronik, die gleich von zwei 9 Volt-Blockbatterien gespeist wird. Geregelt wird Paula-Typisch: 2 x Vol. und 2 x Tone
Wie man sich vorstellen kann, hat die Gitarre, nicht nur durch die aktive Elektronik, ein traumhaftes Sustain, sondern auch weil sie so nebenbei mal satte 5 kg wiegt. Leider hatte ich nur 09er Saiten, sonst hätte ich ihr sogar 11er, zumindest aber einen Satz 10er spendiert, da würde der Ton wohl solange stehen bleiben, bis die Batterien alle sind.
Leider ist mein Freund Klaus ums Verrecken nicht zu bewegen, mir dieses Traumteil abzutreten. Ich hab ihm schon eine ganze Menge meiner anderen Gitarren angeboten, aber da es die Gitarre ist, mit der er seinen ersten und einzigen Live-Auftritt gemacht hatte, hängt er sehr an ihr. Zumindest hat er mir versprochen, dass ich sie alle 3-5 Jahre mal haben darf, aber wahrscheinlich nur, wenn sie mal wieder geputzt werden muss und er neue Saiten braucht.
Schade.......




















