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Samick SAN-450 / ES335-Kopie

Das hier ist meine erste Semiakkustik, oder auch Hollowbody. Eine Samick, die ich zusammen mit der Hohner Revelation RTX gekauft habe. Es ist eine Kopie der wohl berühmtesten Semiakkustik, einer Gibson ES335 mit der Bezeichnung SAN 450, hat die Serien-Nr. S7036349 und wurde in Korea hergestellt. Sie wurde im Inserat angeboten für 260,-- Euro. Da ich jedoch auch seine Hohner RTX gekauft habe, bekam ich diese Samick für 230,-- und die Hohner für 130,-- Euro. Kein schlechter Preis, möchte ich meinen. Es hat mich schon immer in den Fingern gejuckt, mir mal so eine Gitarre zuzulegen, da auch mein Lieblingsgitarrist Andy Scott von SWEET, jahrelang eine ES 335 als Hauptgitarre spielte.

Die Gitarre hat eine Mahagony-Körper, einen eingeleimten Hals und der Decke aus Maple, sowie ein Rosewood-Griffbrett mit 22 Bünden. Sie ist ausgerüstet mit 2 Vintage-Humbuckern im PAF-Style, einem 3er-Schalter, einer Tune-o-matic-style Brücke und dem dazugehörigen Stop-Piece. Auf der Kopfplatte sitzen geschlossene Mechaniken im Gotoh-Stil. Ihre Farbe ist Transparent-Bordeauxrot mit einem Vintage-Blond-Binding um die ganze Gitarre (Body, Hals, Neckplate). Sogar die Rückseite und die F-Löcher sind mit Binding ausgestattet. Auf der Kopfplatte befinden sich ein ziemlich verspieltes Inlay.Der Zustand ist immer noch wie „frisch ausm Koffer“!

Die äußere Verarbeitung der Samick ist absolut fehlerlos. Es sitzt, passt, wackelt und hat Luft, wie man so schön sagt. Alles ist Einwandfrei.

Schaut man jedoch genauer hin und in die F-Löcher rein, entdeckt man als erstes den Samick-Aufkleber und als zweites ein dunkles, hässliches Astloch, ein wenig Sprühnebel durch die Lackierung mit der roten Farbe und Einschlüsse auf dem Binding, die dort nicht hin gehören. Ich weiß nicht, wie das bei anderen Semiakkustiks ist, aber hier ist der Sustainblock völlig ungeschliffen (siehe Nahaufnahme, wie auch beim Astloch). Man kann das wirklich nur sehen, wenn man genau hinschaut, es verwundern mich trotzdem.

Spielen lässt sie sich hervorragend. Der Hals ist nicht so dick und wuchtig, man kommt aber sehr schnell damit zurecht. Man muss sich natürlich an die große Körperform gewöhnen, aber auch das bekommt man schnell hin.

Der Sound: Da ich keine Vergleiche mit anderen Semis, oder gar dem Gibson Original habe, kann ich nur sagen, dass der Hals-PU schön cremig und bluesig daher kommt und ziemlich mittenbetont ist. Der Bridge-PU rockt! Und zwar anständig. Immerhin wurden mit einer solchen Gitarre Welthits aufgenommen, wie Ballroom Blitz, Hell Raiser, Block Buster von SWEET und “Going Home” von Alvin Lee ist ja wohl auch keine Bluesnummer! Das Sustain ist großartig, aber man muss schon vorsichtig sein, damit man ein kontrolliertes Feedback und keine fürchterlichen Rückkopplungen bekommt.

Das einzige was mich stört, sind die nicht allzu tollen Mechaniken. Sie sind nicht wirklich stimmstabil. Dieses Manko haben leider viele Gitarren. Auch bei teureren Gitarren habe ich das schon bemerkt.



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