IBANEZ STRAT von 1976
..... eine traumhafte Klampfe Diese hier hab ich tatsächlich in einem normalen Musikladen (Cream-Music-Frankfurt) und nicht über ebay gekauft. Ich bin nur wegen ein paar neuen Saiten hingegangen, aber da ich in letzter Zeit nicht oft nach Frankfurt reinkomme, hab ich mich natürlich im Showroom mal umgesehen und eine einzige gebrauchte Gitarre gesehen, von der ich beim ersten Blick sah, dass ich sie haben musste.
Eine Stratocater, die schon eine Menge Jahre auf dem Buckel haben muss, so wie sie aussah. Jede Menge auffällige Abschürfungen, denen man ansieht, dass sie nicht auf einmal in den herrlichen Vintage nachgedunkelten, ehemals weißen Lack gekommen sind, sondern durch heftigstes Benutzen der Gitarre.
Obwohl ich der absolute Flying V-Fan bin, hat mich diese Strat sofort fasziniert.
Als erstes ist mir die große Kopfplatte aufgefallen, als zweites die 8-fach Verschraubung des Pickguardes, denn die meisten Strats haben 11 Schrauben.
Dann die Tonabnehmer! Einen DiMarzio erkenne ich wahrscheinlich schon aus 2 km Entfernung am Geruch, dann noch als Single-Coil und dann noch in der Bridge-Position. Das läßt Heftiges vermuten!
Ein Bill Lawrence OBL L220 am Hals? Edel!
Und der in der Mitte? Weiß ich bis heute noch nicht. Scheint aber auch kein No-Name-PU zu sein, denn er ist auf der Unterseite gestempelt. Es sind die Zahlen 528 drauf.
Und sogar das Pickguard selber hat einen Stempel mit der Nummer 16702 drauf. Weiterhin hat sie einen 3-teiligen Ahornhals mit Ahorngriffbrett und 21 Bünden. Das Trem-System ist Made in Japan, graviert mit S.T.C. und die Mechaniken sind von Schaller. Die Neckplate weist diese Gitarre eigentlich als Ibanez aus dem Jahr 1976 (Serien-Nr.: F763254) und ebenfallls Made in Japan aus. Der Verkäufer meinte aber, dass dieses hier eine Tacoma-Strat ist und nicht mal die Jungens von den IbanezCollectors konnten mir da richtig weiterhelfen. Leider hat einer der Vorbesitzer in einem Anfall geistiger Umnachtung das Headstock-Logo mit einem Stechbeitel entfernt und ein Loch mit zackigen Umrissen von einer Tiefe bis zu 2 mm hinterlassen und dann einfach Klarlack reingeschmiert.
Ich hab sie über einen der neuen Roland-Modeling-Amps probespielen können und war sofort begeistert. Jede einzelne Kombination der Pus lassen einem das Herz höher schlagen. Von brettig-spitz und durchdringend (DiMarzio) über bluesig und angeraucht, sanft und näselnd in den Zwischenpositionen, hat sie einfach einen sensationellen Sound. Man hört sofort, dass sie 30 jahre lang ein Player war. Klasse, die isses!!! .....und sie bleibt es!
Blieb nur noch der Preis…., ich wag es fast nicht zu sagen, aber da ich sie nicht verkaufen werde, kann mit dieser Info sowieso keiner den Preis drücken: Inklusiv neuer Saiten und einem Gurt nur einhundertfünfunddreißig Euro!!!!! Ist das nicht geradezu lächerlich? Aber ich darf ja auch mal Glück haben.
Noch Fragen????






















