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Meine Firebird Nr. 2

Die zweite aus der Reihe der armen Jungfern des schmerkner Rockfestes, welche, zusammen mit einer Telecaster inmitten von blauem Dunst und Regenwetter ihr Dasein zu fristen hatte, ihre Schönheit völlig verkannt vom Pöbel, so hing sie, bis an jenem Tage, an welchem sie durch einen Sturm zu Boden gerissen wurde und letzten Endes mit gebrochenem Halse darnieder lag.

So fand ich sie, völlig entkleidet, einzig, wie ein Efeublatt hielt noch der Halstonabnehmer die Stellung, der Sattel, jedwede Brückenkonstruktion, die aufwendige Elektronik, alles ward verschwunden...

So nahm ich mich ihrer an, gewillt, diese unmenschliche Behandlung nicht weiter zu dulden, und brachte sie schnurstracks zum "Gitarrentotal", um den Hals leimen zu lassen.

Der Anfang einer langen Zeit...

Eigentlich war ich kein Freund der schlanken Mini-Humbucker, welche den Firebirds i.d.R. zu eigen sind, also kam als nächstes schon bald eine etwas grössere Fräsung in die Stegnähe.

Wo wir nun auch schon zu Problem nr. 2 kommen.

Der Steg.

Na, so schwer könnte es ja nicht sein, einen neuen Einteiler aufzutreiben, nein, wahrhaftig nicht, aber die Bolzen wiesen ein anderes Gewinde auf, sodass ich diese erst zu ersetzen hatte, mit ein wenig Karton kann das somit als geglückt bezeichnet werden, nun hockt da eine Schaller-Einteiler-Bridge mit Feinstimmern.

Um das grosse Loch in der Front abzudecken wählte ich Riffelblech, wie lange dies so bleibt weiss ich nicht, eigentlich wäre mir Chromstahl lieber, aber dies ist ja bekanntlich nicht allzuleicht zu bearbeiten.

Die Schaltung entspricht der einer Les Paul, das Problem waren hier die Kondensatoren, ja, wo bekommt man Kondensatoren für E-Gitarren? Nirgends.

Merde!

Zum guten Glücke gibts ja irgendwo HiFi-Läden, in welchen Bastler hocken, welche mir sodann 2 deren Dinger überlassen konnten, und siehe da, es funktioniert:-)

Für die Lärmerzeugung sorgen ein DiMarzio X2N und der originale Mini-Humbucker, beide zwecks Optik weiss lackiert, leider nicht sehr dauerhaft bzw. Kratzbeständig, die Farbe...

Potiknöpfe hab ich noch keine...dafür lässt sich in der Rückseitigen Ausfräslandschaft(ehem. aktive Elektronik) gut alles mögliche verstauen, was man so an einem Gig braucht.

Nun, vielleicht einige Facts:

Korpus: Mahagoni, braun durchscheinend lackiert
Hals: dickeres D-Profil, liegt v.A. in den hohen Lagen ausgezeichnet in der Hand,
Mahagoni durchgehend, angeschäftete Kopfplatte
Steg: Schaller Einteiler mit Feinstimmern
PU`s: 1x "Fresher" Mini-Humbucker 1x DiMarzio X2N Humbucker

Schaltung: 2x vol, 2x Tone, Gibson 3-Weg-Schalter, Aluminium-Riffelblech-Schlagbrett 22 Flache, breite Bünde(Fretless Wonder?)
Zum Klang:
Das Grosse Schlagbrett verleiht der Axt einen leicht semiakustischen Touch, der akustische Klang wird dadurch etwas "blechern", verstärkt kommt sie sehr vielseitig rüber, der warme Hals-Humbucker ist Ideal für etwas hätreren Blues, die Mittelstellung erlaubt alles mögliche an Sounds, Clean mit vile Hall etc für "Green sleeves" etc..., der Steg-Pickup kommt mit viel Output, aber er klingt fast schon zu brutal, nicht so ausgewogen wie die Duncan-Designed-Pickups meiner lieben 3er-Jackson.

Aber alles in allem ein Super Ding, v.A. lässt sich mit den Feinstimmern ganz gut umstimmen, ohne dass man die Mechaniken verändert. Und ein durchgehender Hals klingt auch ganz gern.


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