Diesen Japan-Oldie bekam ich vor einigen Tagen von unserem Schlagzeuger zum Aufarbeiten. Sie ist in ihrem 25jährigen Leben
nicht immer gut behandelt worden und hat daher auch deutliche Narben davongetragen. Außerdem haben wohl schon Generationen an ihr herumgelötet. Zunächst fiel mir auf, dass die
Super-70 Humbucker falsch herum eingebaut sind. Die Schrauben der Polepieces zeigen nach innen, statt wie bei
allen anderen Paulas nach außen. Als ich sie jedoch herumdrehen wollte, scheiterte ich an der passgenauen asymmetrischen Fräsung. Als weitere
Möglichkeit könnte man die Pickups untereinander tauschen. Dann wäre aber der Halspickup splitbar. Ungewöhnlich - aber vielleicht wär's das ja.
Ansonsten wurden bei
dieser Performer irgendwann nachträglich zwei Mechaniken gegen nicht originale ausgetauscht, fällt aber erst beim zweiten Hinsehen
auf. Der schöne, dunkelrote, transparent lackierte Body hat wie gesagt einige tiefe Macken im Holz, zum Glück vorwiegend an
den Zargen und auf der Rückseite.
Nachdem ich sie gereinigt, poliert, oktavrein eingestellt und mit neuen Saiten versehen hatte, hängte ich sie an meinen Heim-Amp Hughes&Kettner ATS60 und... der Halspickup klingt total fett. Dagegen kommt der am Steg eher stiefmütterlich daher - klingt einfach zu dünn, egal wie man ihn schaltet. Ich habe zu dieser Gitarre im Forum einen Thread eröffnet. Bin gespannt, ob mir jemand helfen kann. Ein Schaltplan der Originalschaltung wäre klasse.... NACHTRAG - Habe inzwischen die PU's untereinander getauscht und sie einfach in der original Les-Paul-Schaltung verdrahtet - fett, fett, fett - wer braucht da noch einen gesplitteten Humbucker. Das können die Strats eh besser!!! Schade, dass ich sie wieder hergeben muss...


















