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Roger RGM-1 (Style-N-Clone)

Der Markenname hat wohl nix mit der ehemals alteingesessenen deutschen Firma Rossmeissl ( benannt nach Sohn Roger Rossmeissl, der u.a. für Fender die Telecaster Thinline entworfen hat) zu tun, sondern ist einfach ein Fernost-Kunstlabel. Alledings keine absolute Billigklampfe, Strassenverkaufspreis zwischen 600 und 700 Euro.

Vom Aufbau er ein National-Style-N-Nachbau. Messingkorpus vernickelt, Mahagonihals (mit den typischen Dotinlays, die auf den hohen Bünden aussehen wie 'ne 5 auf nem Würfel), Palisandergriffbrett mit Gibsonmensur, Gotoh-Mechaniken, Singlecone mit Biscuitbridge, keine Sandstrahlmotive. Schlicht und klar.

Der Hals ist sehr schön grade, das Griffbrett sitzt sauber, die Bünde auch, sehr sauber verrundet. Der Sattel war (für mich) perferkt abgerichtet, nicht unbedingt auf Slidespiel ausgerichtet, sondern sehr niedrig.

Der vernickelte Body läuft naturgemäss furchtbar an, man sollte ne Nickelpolitur im Schrank haben. Oder sich nicht an Verfärbungen stören ;-).

Klanglich der typische hohlmittige nasale Blecheimer-Ton, allerdings bei diesem Modell nicht ganz so extrem. Die Gitarre erscheint mir relativ ausgewogen. Man kann auch ganz gut Akkorde schrammeln oder auch mal Fingerpicken. Besonders radikal war das im Vergleich mit einer National Triplate (Tricone), die um Längen mittiger daherkam. Eine echte National Singlecone hatte ich leider noch nicht zum Vergleich.

Ich benutze sie weniger für Bottlneck-Slide-Spielen, sondern einfach um Krach zu machen, wo man Krach braucht. :-D. Mit 14er Saiten und nem 1mm Stahlpick hört man das Teil durch drei Wohnungen durch. Optimal für den unplugged Kneipengig....


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