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Epiphone Les Paul Standard von 2002, modifiziert.

Nix besonderes, die Standard Epi halt. Entgegen vieler Reviews sind diese Modelle keine exakten Nachbauten, sondern meist anders aufgebaut, v.a. der Body. Ein paar Millimeter Mahagonifurnier unten, dann Erle, dann bissel Ahornfurnier oben drauf. Manchmal variiert das auch, kann man bei den Translucent-Modellen sehr schön an den Übergängen sehen.

Trotzdem wäre es falsch, das Ding nicht als Paula zu sehen. Gibt ja auch von Gibson durchaus mal ganz andere Varianten als das typische Mahagoni-Ahorn.

Ich bin mit meiner Paula recht zufrieden. Klanglich isses trotz des Erlebodys Paula-orientiert, woran v.a. der Mahagonihals seinen Anteil haben dürfte. Dass es hier tatsächlich echt Mahagoni ist, sieht man im Fach des Hals-PUs.

Die Pick Ups hab ich gegen DiMarzio PAF Classics getauscht, wobei die originalen Epis aber besser waren als ihr Ruf. Waren schon ganz ok.

Die DiMarzios kommen clean noch etwas wärmer und lebendiger (aber mit weniger Höhen) daher, verzerrt sind sie akkurater, differenzierter, matschen weniger.

Zwecks Flexibilität können die beiden HBs per Push Pull Poti gesplittet werden. Klingt v.a. am Hals sehr schön drahtig, fast Strat-artig, dabei aber immer noch voll. In Sachen Attack merkt man hier allerdings auch, dass es eben keine Strat ist. Der Ton baut sich einfach langsamer auf, als man das als Stratianer mit einer US-Standard gewöhnt ist. :-)

Der Steg-PU als Singlecoil ist auch recht interessant, zumal ich hier die stegnähere Spule in Betrieb habe. Das knallt ganz schön rein.

Verzerrt sind alle PU-Varianten fett, knurrig, mittig, sahnig. Wie man sich das eben erhofft.

Im Vergleich mit einer 71er Gibson Les Paul Deluxe und einer modernen US Standard fehlt aber das letzte Quentchen Lebendigkeit. Da merkt man eben doch, dass die Epi nur ein Viertel oder Fünftel gekostet hat.

Hervorzuheben ist der Hals. Der ist wunderbar bundrein und sehr sauber gearbeitet. Obwohl ich viel clean spiele und kräftig anschlage, dabei aber keinerlei Schnarren dulde, kann ich die Saitenlage auf 1,8/1,4mm (E/e) stellen. Das ginge aber, wenn man nicht so pingelig ist, noch tiefer. Ist für so eine Einsteigergitarre nicht immer üblich.

Die Potis sollte man schnell wechseln, meine kratzten bereits nach kurzer Zeit. Auch der Toggle-Switch scheint nicht der beste zu sein.

Ansonsten ist aber alles ok. Preis-Leistung stimmt schon.


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