67er Thinline Vollresonanz Jazzgitarre aus Japan
Vielleicht ist sie auch etwas älter. Der Vorbesitzer (Erstbesitzer) hat sie 1967 neu gekauft. Soll japanisch sein, leider sind keinerlei Herstellerschildchen mehr zu finden.
Vom Stil her würde alles passen, damals kupferten die Japaner ja noch fleissig bei den Deutschen ab (Nullbund, Kopfplatte, Halskonstruktion aus Streifen).
Der Body ist, wie das in der Klasse unter 5000 Euro meist so üblich ist, laminiertes Ahorn. Schönes 3-Tone sunburst. Hals auch Ahorn, aus 50 Streifen zusammengesetzt (Framus lässt grüssen). Knüppelhart, verzieht sich nicht, keine Deadspots. Palisandergriffbrett, 20 Bünde. Grade, nach hinten versetzte Kopfplatte mit Saitenniederhalter (Framus grüsst nochmal).
Vereinfachtes Bigsby-style Vibrato. Kann wirklich nur das, was es ursprünglich auch können sollte: sanftes Vibrato.
Die Mechaniken wurden vom Vorbesitzer ausgetauscht, genauso wie die PUs. Am Hals versieht ein alter Charvel seinen Dienst
(stark, fett, aber nicht muffig, recht transparent), am Steg ein alter Ibanez Super 70 (ähnlich V7,V8), auch kräftig, sehr
klar und transparent.
Mit dem Hals-Pu kann man sehr schöne weiche Humbuckersounds erzeugen, die aber transparenter sind als gewohnt. Nicht sooo sehr jazzig. Dazu muss man das Tonpoti ein wenig zudrehen. Angezerrt auch sehr schön.
Beide PUs zusammen perlen wunderbar. Einserseits drahtig, andererseits trotzdem genug Mitten und Durchsetzungsvermögen.
Den Steg-PU nehme ich v.a. für zerrige Leads. Rockt unglaublich kräftig rein, lauter als meine Heavy-Strat. Feedbacks sind natürlich ein Problem, kommt wohl von der Vollresonanzbauweise (kein Sustainblock).
Den Rollensteg könnte man mal ersetzen, der ist etwas klapprig. Aber bislang hab ich nix verändert, weil das Teil einfach verdammt gut klingt.





















