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Edwards E-EX-105E

Ich möchte Euch hier meine neue Gitarre mit dem langen Namen "Edwards E-EX-105E" vorstellen! Wie vielleicht einige wissen, ist Edwards genau wie z.B. LTD oder Navigator ein Bestandteil der Firma ESP.

Für mich war damals klar, dass meine neue Gitarre eine Explorer werden sollte, allerdings eher ein Modell für die härtere Gangart. Damit schieden Hersteller wie Gibson oder Epiphone aus: Eine ESP sollte es werden. Jedoch dürfen ESP Explorer Modelle dank Gibsons "Engagement" nicht mehr in Europa und den USA verkauft werden, jedoch immer noch in ... genau ... Japan! Leider musste ich schnell feststellen, dass eine originale ESP Explorer in Japan an die 1500,- EUR kostet. Und dazu kommen noch Zollgebühren (3,7 Prozent) und EU-Steuer (16 Prozent)! Irgendwann habe ich dann zufällig bei eBay eine mir damals noch unbekannte Edwards Explorer gesehen und mich sofort in das wunderschöne Satin Nevada Brown Finish verliebt. Leider war die Auktion schon beendet, also machte ich mich auf die Suche nach einem japanischen Händler, der bereit war, nach Europa zu versenden.

Der erste Google-Treffer war auch gleich richtig: Takeshi Seki von J-Guitar.com hat sich als überaus netter Kontakt erwiesen und mir ein sehr gutes Angebot unterbreitet. Um den Preis jedoch bestmöglich zu drücken, verzichtete ich entgegen Takeshis Ratschlag auf ein Hardshell Case. Eine gute Verpackung würde schon reichen. Der Schock kam dann, als ich das sehr gut verpackte Paket nach nur einer Woche Lieferzeit beim Zoll öffnete: Der Headstock war genau in der Mitte der Mechaniken entlang der Maserung komplett entzweit!

Nach einiger Überlegung löste ich die Gitarre dann gegen die oben erwähnten Steuern von 170,79 EUR beim Zoll aus und kontaktierte Takeshi, der sich sofort um alles kümmerte und Post sowie Versandversicherung über den Bruch in Kenntnis setzte. Nach einigen Formalitäten und ein paar Wochen Wartezeit hat sich nun doch noch alles zum Guten gewendet: Die Gitarre wurde beim Hamburger Gitarrenbauer Benno Seel wieder adäquat zusammengeflickt und eingestellt.

Mit allem Drum und Dran hat mich das gute Stück letztendlich um die 1200,- EUR gekostet. Da ich allerdings ca. 600,- EUR Schadenersatz aus der Versicherung erhalten habe, kann ich mit dem Bruch sehr gut leben ... ;)

Zur Gitarre selbst: Edwards ist in Sachen Qualität über den LTD Modellen und annähernd gleichauf mit ESP selbst anzusiedeln. Und das merkt man auch: Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, sehr saubere Arbeit. Das Finish sieht in Natura noch viel schöner aus als auf den Fotos. Bei der Ausstattung hat man sich bei Edwards an die ESP Vorlage gehalten: Set Neck, Mahagoni Korpus und -Hals, Rosenholz Griffbrett mit 22 Bünden sowie eine Tune Matic Bridge mit Stop Tailpiece. Der kompromisslos harte Sound der Gitarre wird von zwei EMG 81 Tonabnehmern beigesteuert. Hergestellt wurde die Gitarre im Jahre 2004 in Japan.




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