Dieser Bass von Hondo trägt die Bezeichnung "Professional II"
Leider habe ich im Internet bisher vergebens nach Hinweisen, seien es technischer oder klanglicher Natur, zu diesem Instrument gesucht. Somit kann ich nur Daten, die ich am Bass selbst sehe und wahrnehme weitergeben. Zur "Geschichte": Der Bass und wurde von unserem Rhythmusgitarristen 1981 gekauft um den scheidenden Bassisten (und dessen Bass)zu ersetzen. Er hat die Seriennummer 0070295 und wurde in Japan gebaut. Als sich die Band Ende der 80ger auflöste, überließ er mir das Instrument.
Der Bass ist ein Solidbody und hat eine kurze Mensur. Über die verwendeten Hölzer kann ich nichts sagen, er bringt allerdings satte 4,5 kg auf die Waage, also schließe ich leichte Hölzer bzw. Speerholz aus. Das Griffbrett ist lackiert und misst am Sattel 4,2 cm. , am Steg 5,8 cm. und ist gut bespielbar. Der Hals ist geschraubt.
Optisch gefällt mir die symetrische Bauart des Korpus, besonders die Doublecutaways. Die Saitenlage habe ich im Laufe der Jahre "optimiert", früher scharrten die Saiten gerne an den Abnehmern.
Als Pickups dienen zwei Singlcoils, einer für jeweils zwei Saiten wie beim Fender Precision. Der Bass brummt recht gutmütig vor sich hin, seine 4,5 kg Holz arbeiten hier tatkräfig mit. Also rein akustisch angespielt gibt es nichta zu meckern. Mit dem genannten Fender kann er dennoch nicht konkurrieren: Einerseits aufgrund der kurzen Mensur, anderseits sind die Tonabnehmer nicht das Gelbe vom Ei. Sie dürften vermutlich Hondo-eigener Produktion enstammen und geben bestimmten Tönen den Vorzug, andere behandeln sie eher stiefmütterlich (z.B. leere D-Saite). Das Gehäuse der Pickups ist recht scharfkantig und erweist sich desöfteren störend. Ich weiss nicht wie sich dies bei Fender-Pickups verhält, vielleicht sind diese besser "entgratet" oder sitzen an einer für die Hand günstigeren Position. Ich werde sie mal probeweise gegen Fender-PUs austauschen, denn eigentlich möchte ich den Bass in seinem Originalzustand belassen.
Am Gurt ist der Hondo zwar ausbalanciert, die 4,5 kg lassen einen aber ständig an die Newton'schen Gravitationsgesetze denken. Da ich die "Live-Karriere" hinter mir gelassen habe, stört mich das eigentlich nicht da ich beim Recorden die Bass-spur sitzend einspiele
Für meine Zwecke ist der Pofessional II ausreichend, ich bin nach den vielen Jahren schon sehr gewöhnt an ihn. Wenn man seine "Macken" kennt und zu umschiffen weiss, kommt man sehr gut mit ihm aus. Meine Ansprüche an einen Bass sind auch nicht besonders hoch, ich spiele damit keine Solis oder Läufe ein, er macht im Prinzip nur "Bumm - bumm-bumm" und dafür reichts.




















