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Fender US Stratocaster

Diese Strat stammt aus "berüchtigten CBS-Zeiten" (wo Sparen bei Fender angesagt war)und trägt alle Merkmale dieser Epoche: große Kopfplatte, dreieckige Halsplatte mit nur 3 Bohrungen, offner Halsstab, halboffene Mechaniken mit einem "Fender-F" drauf.

Ich hab sie 1984 gebraucht gekauft und sie war meine erste "Marken-Gitarre". Laut Seriennummer S930578 ist die Strat aus dem Zeitraum 1978 - 1981, der ursprüngliche Besitzer hat sie 1979 neu gekauft. Der Kaufgrund lag einerseits in dem günstigen Preis von umgerechnet etwa 450 Euro, dem guten Zustand der Gitarre und last but not least: Der Strat-Sound, denn ich war zu dieser Zeit mitten in meiner "Mark Knopfler" Phase. Lediglich farblich hätte ich lieber eine Rote gehabt statt diesem "rustikalem" Gerät. Doch man nimmt was man kriegt.

Dieses Schätzchen bringt ganze 4,2 kg. auf die Waage und kann gewichtsmäßig daher locker mit den Paulas mithalten (Meine L.P. Classic bringts auf "nur" 3,8 kg). Bedingt durch diese Masse an Holz (über die Sorte weiss ich leider nichts) und wohl auch wegen der hauchdünnen Nitrolackierung klingen die Saiten wundervoll warm und recht lange. Über die Pickups wirds dann "stratig", aber um vieles wärmer als der Retro-Twang mancher 60-Reissues (Habe eine 64ger-Japan Strat aus den späten 80gern). Die PUs lassen also auch nichts zu wünschen übrig ausser das sie nicht brummfrei sind, doch kennt man dieses Problem und stellt sich darauf ein. Das ist nicht wirklich ein Fehler. Die Potis sind schon etwas angestaubt und kacksen dann und wann, sie bräuchten einfach eine Reinigung.

Optisch zu erwähnen wäre noch der Streifen hinten am Hals (siehe Foto), der geht mir bei anderen Strats häufig ab.

Punkto Bespielbarkeit liegt der Hals (würde meinen D-Shaping) angenehm in der Hand, er misst am Sattel etwa 44 mm, das Griffbrett ist schon etwas abgearbeitet und nach einer intensiven Reinigung meinerseits etwas blass geworden , was aber ganz gut zum "blondem" Korpus passt (auf den Bildern leider nicht gut zu erkennen). Den Tremoloblock (3 Federn) habe ich fixiert, ich setze ihn nie ein und dadurch wird die Gitarre stimmstablier, wenn auch dieser "legendäre" Sound, der durch die gespannten Feders bedingt sein soll, wegfällt.

Leider mußte ich die Gitarre dreimal zu Gitarrenbauern geben, da sie sich irgendwann nicht mehr oktavenrein stimmen ließ, und erst der Dritte erkannte das dies am Sattel lag, der war nämlich gebrochen, was nicht so ohne weiteres zu sehen war. Mir war die Gitarre öfters vom Verstärker "weggerutscht" als ich sie dort angelehnt hatte. Der Gitarrenbauer hat der Fender einen Rundumservice verpasst, sie ist jetzt Okaven- und Bundrein.

Diese Stratocaster ist die älteste Gitarre in meiner Sammlung, sowohl was ihr Alter betriffte als auch die Zeit seit sie in meinem Besitz ist und ich werde mich nicht von ihr trennen, selbst wenn sie den "CBS-Stempel" trägt.


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