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CAMAC E-Bass, 4-string, Made in Japan/Korea 1980's (??)

Viel weiß ich nicht über die Herkunft meines Basses. Wenn meine Info stimmt, hat ein größerer deutscher Importeur (GEWA/Meinl o.ä.) die CAMAC-Instrumente damals in den späten 70ies/frühen 80ies nach eigenen Entwürfen in Asien produzieren lassen und unter diesem Label in Deutschland/Europa vertrieben. Vielleicht weiß aber auch ein Leser mehr??? Das Internet hat mir leider keine Aufklärung beschert....

Scheint aber insgesamt kein besonders großer Erfolg gewesen zu sein, CAMAC-Instrumente tauchen nur relativ selten im echten Leben oder in irgendwelchen Gebrauchtbörsen auf. Schade eigentlich - das sind nämlich sehr solide HAMMERinstrumente!!!!

Mein long scale "Brummholz" hat die typische 80ies-Konfiguration: Durchgehender, mehrteiliger pfeilgerader Hals mit angeleimten Korpus"flügeln" (Holzart??????), alles ganz dezent in die grobe Richtung "Alembic" designt...und mit durchweg guten Komponenten bestückt....

Eine extrem massive Messingbridge (string-through-body) sorgt zusammen mit dem hohen Gewicht des Basses und dem Messingsattel für einen sehr wuchtigen, fundamentalen Tiefton - der dennoch schön bitzelnde Höhenanteile besitzt. Die Mechaniken sind Originale von Schaller, die Pickups sind DiMarzio-Kopien von schon recht guter Qualität mit Split-/Phasemöglichkeit. Dies ist der einzige Punkt, wo ich eine Optimierung sehe: Das PU-Pärchen wird wohl einer aktiven Kombi weichen müssen - aber dann ist dieses Instrument endgültig MEHR als nur ein Geheimtipp.

Ich habe diesen Bass bei eBay gekauft - für unglaubliche 65,00 EURO!!!!!..... Beim Kauf fehlten die Trussrodabdeckung, die E-Fachabdeckung auf der Rückseite, die Potiknöpfe. Dann gibt es natürlich ein paar normale Dings/Dongs, die Bünde wiesen Spielkerben auf...das Teil ist ja nun mal auch ein Paar-und-Zwanzig Jährchen alt....

Ich investierte ein paar EUR in die fehlenden Teile, ließ die Bünde abrichten - und nun besitze ich einen "Fenderkiller" der allerfeinsten Sorte..... na klar, bevor Aufregung herrscht: Der Bass kann mit irgendwelchen neumodischen Edeltieftönern im vierstelligen Preissegment natürlich nicht so ganz mithalten.....

Aber relativiert man fairerweise den Gesamtpreis von überschaubaren 130 EUR, den ich letztlich bezahlt habe, bis dieses "Ausgleichssportgerät für Gitarristen" wieder einsatzbereit und "landfein" war..... also DANN sieht es schon so aus, dass das zufriedene "Klosterkatergrinsen" über mein Gesicht zieht!!!




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