Guitarmaniacs.de - die weltweit grösste Gallery für Gitarre und Bass.
  

       107 Besucher-Wertungen    [Ø 6/6 Punkte | 96 %] Bewerten Sie diese Gallery Bewertungen fuer diese Gallery ansehen Alle Galerien des Users Stratopaul anzeigen Kontakieren Sie den User stratopaul Profil des Users Stratopaul anzeigen


ARIA Pro II TA-65 Semi-Acoustic Serien-Nr. 9011207 Bj. 1990 (?)

Eine hübsche Asiatin, mindestens 10-15 Jahre alt – ob noch in Japan oder schon in Korea gebaut, weiß ich nicht sicher.... Die Korpusform ist unzweifelhaft bei den Gibson-Modellen der 3er-Reihe abgekupfert. Jetzt sollte man aber keinen voreiligen Schluß ziehen, wenn man sie mit DEM vermeintlichen Vorbild vergleicht: Denn - DAS ist keine ungenaue "Freistil-Kopie" einer 335, sondern ein relativ genauer 330-Klon. Das erkennt man am weiter in den Body ragenden Hals und die somit weit nach hinten gerückten PUs. Zur 335 gibt es deutliche Klangunterschiede. Die Verarbeitung ist auf jeden Fall sehr ordentlich ausgefallen, die schöne vintage sunburst-Lackierung ist makellos – Body (Oberseite) und Hals sind mit einem perfekten mehrteiligen Binding versehen.

Es wurden relativ hochwertige Materialien beim Bau verwendet (natürlich keine Massivhölzer, die bleiben hochwertigeren Gitarren vorbehalten), und man fühlt sich schnell „like coming home“ auf der Gitarre. Der Hals ist angemessen dimensioniert – nicht so stark wie Gibson-Hälse, aber trotzdem recht kräftig. Die exzellent und sauber verarbeiteten Bünde sind Medium-Jumbos und sehr angenehm zu bespielen, die Saitenlage ist ein Traum!! Das Gewicht ist relativ hoch.

Ich habe einige Veränderungen an der Gitarre vorgenommen, die radikalste war sicherlich die Rückrüstung des nicht funktionierenden „Bigsby“-Type Vibratos – das wurde durch einen Trapezsaitenhalter von Rockinger ersetzt – und nun ist sie stimmstabil...

Die „no-Name“-Tuner wurden durch GOTOH’s mit Pearloid-Flügeln ersetzt – und die werksmässig verbauten Aria-Humbucker gingen frühzeitig in Rente. Statt denen wurden zwei P90er Singlecoils im HB-Format von Harry Häussel eingebaut. Um den protzig-kitschigen Stil weiterzuführen, wurden die PUs noch in goldfarbene Rahmen von Schaller gesteckt.......

Der Klang der Gitarre ist NICHT mehr wieder zu erkennen – nun kann sie einfach ALLES, was zwischen Rock, Blues, Jazz und Country liegt. Die Pickups von Häussel machen also auch in preiswerteren Gitarren einen superguten Job.... 5 Sterne.... das Besondere ist die Mittelstellung des Toggleswitch, wenn beide PUs gemeinsam betrieben werden. Dann nämlich erhält man einen Humbuckereffekt, der nahezu störgeräuschfrei ist. Durch den eingebauten Sustainblock halten sich die Kopplungen der Gitarre bei vertretbaren Lautstärken sehr in Grenzen,Deadspots treten nicht auf – einfach eine tolle, außergewöhnlich gut klingende Gitarre trotz überschaubarem "Eintrittsgeld".... meine „dicke Tante“ eben.....


Weitere Galerien:


Counter