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Ibanez Roadstar II de Luxe 505 CS, MIJ Juli 1983, Ser.Nr. G831204

Eine edle Interpretation zum Thema "Hammerstrat" aus Japan....als diese Gitarre herauskam, beendete ich gerade meine "musikalische Laufbahn" - fand sie immer schon vollkommen "betörend", kaufte sie aber nicht mangels Bedarf. Nun, nach über 20 Jahren, darf sie in meiner kleinen Sammlung aber nicht fehlen.

Ein deckend dunkelrot lackierter, massiver Erlenkorpus wird von einer wunderschönen, einteiligen Bird's eye maple-Decke in einem warmen "cherry sunburst" getoppt, das Ganze ist mit einem mehrteiligen Binding eingefasst. Der einteilige Ahornhals hat 21 Bünde, ein Rosewood-Griffbrett von erster Güte, den obligaten Skunk-Stripe, einen Bullet-Trussrod und Medium-Jumbo-Bünde.

Das Tremolo ist das damals beste Ibanez-Teil, ein "Hard-Rocker" mit allen Vor- und Nachteilen dieser Konstruktionen - ich benutze auf meinen Gitarren die Trems aber sowieso nicht und muß deshalb auch nicht mit Verstimmungen kämpfen.

Wer sich bei älteren Ibanez-Gitarren auskennt, wird vielleicht schon beim Anblick der Fotos etwas gestutzt haben - ja, natürlich habe ich diese Schönheit noch ein wenig verfeinert!!

Zunächst beim Sound....Der Klang der originalen PUs war zwar sehr gut, leider produzieren diese Single Coils relativ heftige Nebengeräusche (auch der mittlere PU ist NICHT reverse wound, so dass es noch nicht einmal auf "2" und "4" Ruhe gibt).

Also baute ich 3 DiMarzio Vertikal-Humbucker ein (2x HS-1, 1x HS-3) - und siehe (höre!!) da: Strat vom Feinsten - ohne Störungen, aber auch ohne Gimmicks bei der Schaltung: Ein 5-Wegschalter für die Pickupwahl wird ergänzt um einen Mastervolume- und einen Mastertone-Regler. Die DiMarzio's klangen vorher in drei anderen Gitarren eher nicht ganz so gut, in dieser Ibanez geben sie einfach ihr Bestes.

Was mich immer störte an der Gitarre: Die originalen PU-Rahmen, Potiknöpfe und Schalterknopf, Blende für 5-Wegschalter, PU-Kappen und die Abdeckungen auf der Rückseite bestehen bei dieser Gitarre serienmäßig aus cremefarbenem Plastik (bzw. die Potiknöpfe aus rauchgrauem, durchsichtigem Material). Das sieht, mit Verlaub, nur schrecklich billig aus. Also ließ ich mir, auf der Suche nach Abhilfe, von meinem Freund Peter Wölfinger alle Plastikteile aus Stahl und Dur-Aluminium neu anfertigen und verchromen. Das Design der Potiknöpfe findet sich im Knopf des 5-Wegschalters wieder - eine optisch runde Sache!

Für meinen Geschmack sieht sie nun absolut perfekt aus - endlich findet das edel gestaltete Holz auch in den anderen Parts etwas Ebenbürtiges.



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