Trés bien..... also nicht nur Jeannette et Claudette, Baguette et Renault - nein, unsere Nachbarn können AUCH Gitarren bauen - und DAS echt nicht übel, respéct!!!
Die Modellreihe "Roxanne" wird heute noch von LAG hergestellt, die Ausführung "Vintage" leider nicht mehr.... dabei ist das für mich eine der urtümlichsten und bestfunktionierenden Gitarren, die man bauen kann.
Der Korpus besteht aus EINEM Stück afrikanischem Mahagoni, der (natürlich!!!) eingeleimte Hals ist ebenfalls daraus, das Griffbrett aus sehr feinem Palisander. 22 Jumbobünde in allerbester Verarbeitung, eine BADASS-Style-Bridge (unverständlicherweise eine billige Kopie - es hätte GERNE auch das Original sein können!!), Grover-Mechaniken - und ursprünglich 2 Tonabnehmer Typ "LAG P90", 2x Volumen-, 1x Tonregler, 1 Toggleswitch.... DAS war's schon fast, also sehr spartanisch und funktionell.
Das Resultat: Überwältigend!!! Diese Gitarre ist unglaublich LEICHT (nur 2,8 kg!!!), lässt sich aufgrund der Shapings auf Vorder- und Rückseite bombig spielen, hat einen göttlichen Hals (mittelkräftiges "D") - und nach dem Auswechseln der leider nicht wirklich guten Werks-PUs bringt sie nun auch DAS rüber, was man mit den Drähten auf dem Griffbrett so alles veranstaltet.
Am Hals werkelt jetzt fast ein "Fossil" - der gute alte, offenbar vollkommen "aus der Mode gekommene" DiMarzio DLX, ein Humbucker im P90-Dress. Aber überhaupt nicht zu vergleichen mit Gibson's P100 z.B., der DiMarzio geht schon deutlich runder und brachialer zu Werke. Gesplittet bringt er wiederum jedoch einen drahtigen Mördertwäng rüber - das ist dann Tele pur.
Zusammen mit dem schon älteren Bill Lawrence OBL Minihumbucker an der Bridge (unglaublich rund und voll, singend, rotzig) ein perfektes Team für alles, was bluesen und rocken soll.
Wer sich Auge, Verstand, Ohren UND Herz für eine ehrliche Gitarre bewahrt hat, wird diesem "Cherie" neben allen Hochglanzprodukten mit Perlmutt und Wölkchenahorn einen festen Platz im Setup zuweisen!!




















