Das hier ist sie nun, meine SG3000. Außerhalb von Japan ein sehr seltenes Exemplar und damit auch recht begehrt. Meine ist ein
94er Modell im recht beliebten Gold-Metallic Finish. Gekauft habe ich sie Anfang 2003 via Ebay, der wohl sichersten Bezugsquelle
für solche Exoten.
Die SG3000 ist sozusagen das Flaggschiff der in Serie gefertigten Electrics von Yamaha. Darüber rangieren nur einige Signatures (nicht die hier in Europa erhältlichen wie die Ty Tabor, Mike Stern oder Frank Gambale) und die Jubiläumsmodelle.
Die SG3000 ist der wesentlich bekannteren SG2000 sind den Grundzügen sehr ähnlich, unterscheidet sich aber im Detail deutlich, womit nicht nur die üppigen Verzierungen gemeint sind. Aber alles der Reihe nach.
Wie die SG2000 ist auch die 3000er eine Electrc mit durchgehendem Hals. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: mehr Sustain und ein sehr komfortabler Hals-Korpus-Übergang, der zusammen mit dem Doublecutaways für eine geniale Bespielbarkeit in hohen Lagen sorgt.
Der Aufbau der Gitarre sieht im Detail wie folgt aus: Das Mittelstück des Halses (wo auch der Halsstab drin ist) besteht aus Ahorn und reicht von der Kopfplatte bis zum hinteren Gurtknopf. Im wahrsten Sinne des Wortes "abgerundet" wird der Hals durch zwei Mahagoni-Hälften, die sich ebenfalls über die gesamte Länge der Gitarre ziehen. An diese werden nun die beiden Korpushälften aus Mahagoni angeleimt. Zum Schluss kommt noch die Ahorndecke obendrauf . Viel Wert legte man auf die Ergonomie. Ein Bodyshaping macht die Gitarre sehr komfortabel, sowohl im Stehen als auch im Sitzen. Einziger Wermutstropfen: Mit knapp 4 Kilo ist die Gitarre definitiv kein Leichtgewicht.
Wo jetzt nun die Unterschiede zur SG2000 liegen? Nun, die 2000er hat einen um einiges fetteren Hals. Auch ist der
Hals-Korpus-Übergang an der 2000 U-förmig, an der 3000 V-förmig. Daher ist die 3000er in hohen lagen noch einen Tick angenehmer
zu spielen. Darüber hinaus haben sie unterschiedliche PUs und eine unterschiedliche Bridge, doch dazu mehr in der 2000er Review
(coming soon)
Besonderes Augenmerk legte Yamaha auf das Finish der SG3000. Am auffälligsten ist sicher die aufwändigen Bindings. Jenes an Body besteht aus einem Dutzend Lagen, drunter die aus echtem mexikanischem Abalone, welches aus ca. 200 Einzelteilen besteht. Das Binding des Halses ist doppelt ausgeführt und geht dann in das Mehrfachbinding der Kopfplatte über. Die Kopfplatte selber ist mit Einlagen aus Perlmutt versehen. Und weiter geht&8217;s! Das Griffbrett aus sehr dunklem Ebenholz bildet zu den Inlays aus Perlmutt und Abalone einen schönen Kontrast. Ebenfalls sehr aufwendig sind die Pickup Rahmen. Wo andernorts Plastik oder Blech zum Einsatz kommt, gibt es hier aus dem vollem gefrästes und gebürstetes Messing. Damit nicht genug, das Stoptail hat auch noch eine Gravur. Overkill? Vielleicht. Aber definitiv schön anzuschauen!


















