Guitarmaniacs.de - die weltweit grösste Gallery für Gitarre und Bass.
  

      Bewertungsfunktion vom User deaktiviert. Alle Galerien des Users Wally anzeigen Kontakieren Sie den User wally Profil des Users Wally anzeigen


Engl Thunder

Der Engl Thunder ist mittlerweile meine erste Wahl, wenn's entweder „clean as clean can“ oder richtig grob sein muss. Denn beides kann der Donnerkopf mit seinen Sounds abdecken. Dabei ist der Amp äußerst sparsam aufgebaut: Inputbuchse, 3-bandige Klangregelung, „nur“ einen Gain-Regler, dafür aber einen getrennten Lead-Volume-Regler, Master Volume, Reverb, Kanalumschaltung, Ein/Aus-Schalter und Gain-Selection für die Lead-Stufe, dass war's auf der Vorderseite. Rückseitig finden sich die Boxensanschlüsse, der serielle Effektweg, sowie Anschluss für einen Stereo-Fußschalter und Stromkabel.

In der Vorstufe verrichten 3 ECC83-Röhren ihren dienst, die Endstufe wird angetrieben von zwei 5881-Röhren und liefert eine Leistung von 50 Watt. Wie gesagt, der Amp hat nur einen Gain-Regler für alle Sounds, die Zerrintensität steigt somit mit der Kanalwahl und der Crunch/Lead-Selektion. Zu Anfang etwas unsicher, ob dies funktionieren würde, muss ich doch gestehen, dass Horst Langer hier beim Amp-Design ganze Arbeit und eine sichere Vorsauswahl geleistet hat.

Der Clean-Kanal bleibt auch mit leistungsstarken Pickups bis fast zum Ende des Regelwegs clean, ganz so wie ich es haben möchte! Dabei versprüht er warmen und durchsichtigen kalifornischen Charme.

Der verzerrte Kanal steht bei mir in der Lead-Gain-Stellung Hier ist der Thunder wiederum ganz Engl: Zerr-Reserven bis zum Abwinken, dabei sehr durchsetzungsfähig und differenziert. Laut Bedienungsanleitung soll der Amp ein Rock- und Blues-Amp sein.

Aber damit wird man ihm nicht gerecht! Beides kann er zwar auch, Blues vor allem in der Crunch-Stellung und mit Single Coils, aber auch High Gain-Sounds hat er einfach drauf! Die Crunch-Sounds erziele ich bei diesem Amp allerdings mit meinem Nobels ODR 1, mir singt der Engl einfach zu schön in der Lead-Einstellung!

Der Federhall klingt tief und so, wie nur ein guter Spring-Reverb klingen kann. Hier habe ich die Hall-Programme am Effektgerät rausgedreht und verwende fast ausschließlich den Engl-Reverb. Der Amp wird meist an einer Marshall 1912-Box betrieben, die den Druck des Amps auf kleinstem Raum glaubhaft wiedergibt.

So spare ich Platz beim Transport und bleibe mobil. Und da mittlerweile auf fast jedem Festival gemietete Boxen rumstehen, ist der Thunder auch mal schnell an eine 4x12er gehängt.....und mein Kreuz freut sich ;-) Insgesamt ist der Engl Thunder ein überaus flexibler Amp, der mir mit seinem sparsamen Konzept und der Soundauswahl sehr entgegenkommt und mein Spiel absolut glaubhaft und direkt umsetzt.


Weitere Galerien:


Counter