ESP The Mirage Deluxe
Diese ESP habe ich sehr günstig bei eBay erstanden, man macht halt doch noch Schnäppchen. :) Gebaut wurde sie etwa 92/93, vermutlich in Japan.
Worum es sich beim Korpusholz handelt weiss ich nciht, die Gitarre ist aber sehr schwer, würde daher auf Mahagoni tippen (der Sound ist auch sehr bassig/mittig). Der geschraubte Neck ist mehrstreifig aus Ahorn (also quarter-sawn). Das Griffbrett ist aus sehr schönem Palisander, mit Binding bis um die Kopfplatte (übrigens pre-Lawsuit, exakte Jackson-Maße) und "Thumbprint"-Inlays sowie "ESP" am 12. Bund. Die Mechaniken sind Gotoh(-type)s mit aufgeprägtem ESP Logo. Das FR ist von Schaller mit ESP-Prägung. Tonabnehmer sind zwei DiMarzio X2Ns sowie ein DiMarzio SC in der Mitte. Desweiteren ein 3-way-Switch (wird noch geändert) und ein Ton- sowie Volumepoti. Lackierung der Gitarre: "schwachz". ;)
Der allgemeine zustand lässt sich wohl als relic bezeichnen - der Lack hat einige Kratzer, das FR hat Flugrost angesetzt, die PUs ebenso, der Neck hat eine Dongs, am Headstock ist ein Holzstück abgeplatzt, und so weiter. Die Bespielbarkeit ist auch nicht reinste Sahne, gerade an die XJ-Bünde muss man sich erstmal gewöhnen. Der Sound ist durch die DiMarzios mal das reine Brett, extrem fett und mit gutem Sustain duch den quartersawn Neck, aber man muss schon sehr sauber spielen um nicht Matsch zu bekommen. Transparenz ist insofern nur OK. Cleansounds sind natürlich nicht so ihr Ding, SC hin oder her. Angecrunchte Jazz/Blues Sounds macht sie aber mit Bravur!
Fazit: Tolle Gitarre für extremes Gebolze und donnernde Sludge/Doom-Orgien, Schönheitspreise gewinnt sie natürlich nicht (mehr)...aber für Blues und Jazz sicherlich eh die falsche Gitarre. :)




















