BLACKSTAR HT 5 R


Der Name BLACKSTAR dürfte sich in der Szene mittlerweile etabliert haben. Die Firma BLACKSTAR wurde im Jahre 2004 von 4 ehemaligen MARSHALL-Mitarbeitern gegründet. Über die Hintergründe möchte ich jetzt nicht spekulieren. Nur soviel: man darf sicher davon ausgehen, dass ehemalige MARSHALL-Mitarbeiter wissen, wie man gute Verstärker baut und wie ein guter Verstärker zu klingen hat. So wundert es auch kaum, dass die BLACKSTAR-Amps kaum schlechter als MARSHALL-Amps klingen. Nun klingt aber nicht jeder MARSHALL gleich gut und das gilt auch für die BLACKSTAR-Modelle.
2007 stellte BLACKSTAR seine Produkte erstmals auf der Frankfurter Musikmesse der breiten Öffentlichkeit vor.

Auf die Firma BLACKSTAR wurde ich neben diversen Publikation in der einschlägigen Fachpresse durch GM-Kollege Schroeder aufmerksam, der sein BLACKSTAR Ministack HT5RS vorstellte. Der hier präsentierte Amp ist die Combo-Variante des Ministacks und dürfte erwartungsgemäß etwas zugeknöpfter klingen. Dazu später mehr beim Soundcheck.
MARSHALL hatte mit dem MG15FXMS bzw. dem MG15FXMSD Dave Mustaine ´Megastack´ vorgelegt und auch VHT (heißt heute FRYETTE. Es wurde lediglich der Name VHT gegen nicht gerade wenig Geld verkauft. VHT baut aber völlig anders konzeptionierte Verstärker) hat(te) sowas im Programm. Man darf ferner davon ausgehen, dass ein Ministack bei gleicher Leistung des Amps einen volleren Sound abliefert, als dies ein Combo kann. Dennoch stand mir der Sinn nach einem Combo. Der Vorteil liegt auf der Hand: sooo granatenmäßig ist der Klangunterschied nicht, das Transportproblem ist auch zugunsten des Combos gelöst und ein Combo (Listenpreis 534,- Euro) ist günstiger als das Ministack (Listenpreis 808,- Euro).

GM Kollege Ikarus berichtete mir dann einige Zeit später ebenfalls über seine Erfahrungen mit einem BLACKSTAR-Amp. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, welches Modell er da in der Mache hatte. Sei´s drum – ich hatte mich auf den 5 Watt Combo HT5R eingeschossen und den wollte ich am 06.09.2012 im Kölner MUSIC STORE antesten. Dass ich den Amp schließlich gekauft habe, belegt diese Präsentation. Dass dabei dann aber auch noch eine GIBSON SG Standard mit eingepackt wurde, ist eine andere Geschichte. Diesbezüglich verweise ich auch die entsprechende Präsentation (Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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Der BLACKSTAR HT5R schließt eine Lücke in meinem Amp-Fuhrpark. Mein leistungsmäßig schwächster Amp ist der ROLAND Micro Cube mit satten 2 Watt. Es folgen der PARK G15R CD (Transistor) und der PEAVEY Windsor Studio (Röhre) mit jeweils 15 Watt. Als nächstes wären da der FENDER Super Sonic 22 mit 22 Röhren-Watt gefolgt vom FENDER Hot Rod Deluxe und vom LINE 6 Spider Valve 112 by BOGNER mit jeweils 40 Watt. Weiter geht es mit dem MARSHALL AS100D (Acoustic-Verstärker, 2 x 50 Watt), dem MARSHALL Valvestate VS265R (2 x 65 Watt), dem ROLAND Jazz Chorus JC-120 (2 x 60 Watt) und dem VOX Valvetronix AD120VT (2 x 60 Watt).
Die Upper-Class stellen der FENDER ´68 Custom Twin Reverb (85 Watt Röhre), das ENGL Top-Teil E650 ´Ritchie Blackmore´ (100 Watt Röhre), der PEAVEY ´ Mace (160 Watt Röhre) und MARSHALL MF 350 Mode Four (350 Watt Hybrid).
Aus der 5-Watt-Class Fraktion hatte ich bislang keinen Amp. Diese Lücke ist nun geschlossen.

Das waren jetzt 14 Verstärker – ohne den BLACKSTAR. Musste das nun wirklich sein? Eigentlich nicht, denn den Sound des BLACKSTAR HT5R würde ich sicher auch zumindest annähernd mit einer meiner Workstations hingekommen. Die Frage lautet auch nicht, ob das sein musste, sondern viel mehr warum nicht? Ich erachte den HT5R nicht als überflüssig. Dieser kleine Amp reizte mich ungemein, eben weil er trotz seiner reduzierten Größe so erwachsen klingt. Zudem ist er leicht und handlich und ist sicher schneller eingepackt und leichter transportiert, als bspw. ein 40 Watt-Röhren-Combo, der nach physikalischen Gesetzen noch nicht mal doppelt so laut ist, wie dieser kleine Kraftprotz. Dieser kleine Amp hat einen speziell individuellen Klang, was letztlich auch der Gitarre zugute kommt, mit der man übe diesen Amp spielt. Last but not least war der Amp relativ günstig.

Der Amp ist sowohl vom Design her als auch von der Reglerkonfiguaration klar strukturiert. Das Bedienpanel wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Da erübrigt sich die Bedienungsanleitung fast.
Der Aufbau ist relativ unspektakulär – 1 Eingang, 2 Kanäle (Clean + Overdrive), Gain + Tone im Clean-Kanal, Gain, Volumen, Bässe, Mitten, Höhen im Overdrive-Kanal. Hinzu kommt der ISF-Regler (Infinite Shape Feature), mit welchem man zwischen der Treble-lastigeren US-Zerre und der Bass-lastigeren britischen Zerre wählen kann. Der Unterschied ist marginal, aber doch wahrnehmbar. Da scheint mir der Wechsel hinsichtlich der Speaker-Bestückung deutlichere Spuren zu hinterlassen. Hatte das Vorgänger-Modell noch einen 10-Zoll Speaker an Bord, so ist es jetzt ein 12-Zöller. Per Push-Push-Schalter auf der Rückseite kann man zwischen einem 4 x 12´´ und einem 1 x 12´´-Voicing wählen. Ferner hat man dem Clean-Kanal einen Ton-Regler spendiert. Prima, denn ganz ohne Klangregelung ist nur halb so gut.

Das ´R´ in der Typbezeichnung weist natürlich auf einen Reverb hin, der sich durchaus hören lassen kann. Ich habe jedenfalls schon schlechter klingende Reverbs gehört - gerade bei kleinen Combos. Bei britischen Crunch verzichte ich ganz gerne auf Hall. Wenn Hall, dann mit ein wenig Delay garniert, das gibt dem Ganzen mehr Volumen im Sinne von mehr Fülle und Tiefe. Ist aber sicherlich auch Geschmackssache. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass der hier präsentierte HT5R gegenüber dem Vorläufermodell ein Upgrade erfahren hat. Hatte die Vorserie noch einen 10-Zöller implantiert, werkelt bei diesem hier ein 12-Zöller. Zudem hat man den Clean-Kanal mit einem Tonregler ergänzt. Der ist zwar nicht so effektiv wie die 3-Band-Regelung des Overdrive-Kanals, aber immerhin kann der Klang des Clean-Kanals hörbar verändert werden.

Der Clean-Sound ist - wie soll ich sagen - nett, brauchbar, schnörkellos. Nein, ein bisschen besser klingt der Amp clean schon. Man darf nicht vergessen, dass hier nur 5 Watt abgerufen werden können. 5 Watt – zudem von einem astreinen Röhren-Amp (!!!!!) - können verdammt laut sein, für ein Wohnzimmer unter Umständen zu laut. Das gilt aber vor allem, wenn die Röhren in den Grenzbereich getrieben werden und dann anfangen zu brüllen. Nach der Devise Gain, noch mehr Gain, Geil produziert der HT5R mit zunehmendem Gain
einen herrlichen Zerrsound und das über alle Zerrbereiche, vom Crunch über Distortion bis rauf in die ganz schmierige Fraktion. In der britisch angehauchten Einstellung klingt der Amp etwas runder, hat ein bisschen mehr Bottom, was ich persönlich favorisiere. Die US-Schiene liefert mehr Höhenanteile. Die ideale Einstellung ist ein Mix aus beiden Sounds – Regler auf 5 und der Sound passt. In beiden Fällen hat man mit der GIBSON SG Standard, die ich zeitgleich erworben habe (und nicht nur mit der) ein gut perfektes Paket geschnürt.
Dass dieser Zwerg so erwachsen klingt, liegt an (und ich zitiere aus dem Owner´s Manual) ... der Push-Pull-Konfiguration einer 12BH7-Dual-Triode, die eine Ausgangsleistung von 5 Watt erzeugt und sich durch kräftige Röhren-Obertöne un Kompression auszeichnet (Zitat Ende). Aha

Alles in allem ist der BLACKSTAR HT5R ein vollwertiger Röhren-Amp mit guten um nicht zu sagen respektablen Klangeigenschaften.

Listenpreis am Kauftag: 534,- Euro, Ladenpreis am Kauftag: 449,- Euro, gekauft Oktober 2012 für 400,- Euro. 2 Tage später war der Ladenpreis mit 469,- Euro ausgewiesen, bei THOMAN gar mit 479,- €. Kurze Zeit später zog der MUSIC STORE nach und rief ebenfalls 479,- Euro auf. Noch mal Glück gehabt.

Die wichtigsten Eckdaten:

Hersteller: BLACKSTAR
Modell: HT5R
Herstellungsland / Baujahr: Korea / 2012
Typ: Röhrenverstärker
Leistung: 5 Watt
Röhrenbstückung: 1 x ECC83 und 1 x 12BH7
Lautsprecher: 12“ Blackbird 50 Custom Designed Speaker
Regelung: Clean-Kanal: Gain, Tone – Overdrive-Kanal:, Treble, Middle, Bass – für beide Kanäle: ISF-Regler, Reverb
Kanäle: 2 - Clean, Overdrive mit 3-Band-Equalizer
Ausstattung: ISF-Schaltung, Effekt Loop, Reverb, Speaker Emulation (1x 12 oder 4x 12) externer Lautsprecherausgang, Kopfhörerausgang, MP3-EingangStandby-Schalter, Fußschalter inkl.
Gewicht: 12,3 kg,
Abmessungen: 40,0 cm (H), 44,4 cm (B) x 23,7 cm (T)

Hersteller-Link:
BLACKSTAR GB: Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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