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Ibanez RG 770 DXLB

Dies hier ist eine Ibanez RG770DXLB aus dem Jahre 1993, hergestellt in Japan. DX steht für Deluxe und LB für die Farbbezeichnung Laser Blue; dabei handelt es sich um eine Lackierung mit einem ganz leichten Metalliceffekt. Leider kommt die Farbe auf den Bildern nur schlecht rüber.

Früher konnte man relativ leicht an den Zahlen innerhalb der Ibanez-Typenbezeichnung erkennen, zu welchem Qualitäts- und Preisniveau ein bestimmtes Modell gehört: Sprich, je höher die Zahl, desto hochwertiger ein Instrument. Zum Beispiel gab es im betreffenden Jahrgang die Modelle RG470, RG550 und eben auch die RG770, die quasi das Flaggschiff darstellte. Sie kommt auch mit allen bekannten RG-Erkennungsmerkmalen daher; dazu gehören die schnittige Silhouette des Lindenkorpus mit den extra tiefen Cutaways, die spitzen Hörner, der dünne Raserhals aus Ahorn, ein hauseigenes Lo-Pro EDGE Floyd Rose in Schwarzchrom (cosmo black) sowie eine HSH-Bestückung IBZ USA, hergestellt von DiMarzio. Eine Superstrat wie sie im Buche steht, vor zehn Jahren sicherlich der Inbegriff einer Rockgitarre. Was die RG770 zum Deluxe-Modell macht, sind in diesem Fall die Kopfplatte in Wagenfarbe, das transparente Schlagbrett, die farblich abgestimmten Tonabnehmerkappen sowie Griffbretteinlagen und nicht zuletzt das Ahorngriffbrett mit weißem Binding.

Auf der Kopfplatte, unterhalb des Ibanez-Schriftzugs, wurde in späteren Jahren der Zusatz "RG Series" ergänzt, der hier aber noch fehlt. Obwohl Ibanez bereits 1993 den All-Access Neck Joint (Halsansatz mit einzeln versenkten Schrauben) auf mehreren Modellen einsetzte, war er innerhalb der RG-Serie damals noch den USA Custom Gitarren vorbehalten. Daher hat diese RG770 noch den alten rechteckigen Halsansatz mit Konterplatte, allerdings bereits etwas abgeflacht für besseren Zugang der höheren Lagen. Der Montagepunkt des Halses rutscht damit an dieselbe Stelle wie bei einer klassischen Strat, das Griffbrett mit den 24 Bünden lappt deswegen signifikant über.

Hinsichtlich Ausstattung, Handhabung und Sound ist diese Gitarre unmissverständlich auf Rock getrimmt. Dennoch ist man dank der HSH-Tonabnehmerbestückung in der Lage, ihr nicht nur fette Humbucker-Sounds für den verzerrten Betrieb, sondern in den Zwischenpositionen auch ausreichend klingelnde Clean-Sounds zu entlocken. Und das gefällt mir sehr gut, denn Vielseitigkeit ist mir bei Gitarren immer wichtig. Das Ahorngriffbrett war für mich persönlich etwas Neuland (nach über 20 Jahren Ebenholz und Palisander) aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Jetzt halte ich es zum einen wegen des subtil andersartigen Spielgefühls und zum anderen aufgrund des besonders präsenten und durchsetzungsfähigen Sounds (Hals komplett Ahorn, Korpus komplett Linde) für eine sehr interessante Variante.





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